Am 22. April 2026 wird in Bremen-Mitte, genauer gesagt im Stadtteil Altstadt, eine wichtige Präventionsaktion stattfinden. Unter dem Motto „Miteinander ist der beste Weg“ organisiert der Arbeitskreis „Aber sicher“ diese Veranstaltung zwischen 11 und 12 Uhr am Bürgermeisterin-Mevissen-Weg (Wallanlagen) und dem Präsident-Kennedy-Platz. Ziel dieser Initiative ist es, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen sowie ein rücksichtsvolleres Miteinander im Straßenverkehr zu fördern.
Die Maßnahmen, die im Rahmen dieser Aktion ergriffen werden, sind vielfältig. Zu den Aktivitäten gehören das Aufbringen von Piktogrammen auf Geh- und Radwegen, Gespräche mit Verkehrsteilnehmern direkt vor Ort sowie die Verteilung von Informationsmaterialien und kleinen Aufmerksamkeiten. Unter den Teilnehmern sind auch Vertreter der Politik, darunter die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, sowie die Polizei und weitere Kooperationspartner. Die Polizei Bremen unterstützt die Aktion und hebt die Bedeutung der gegenseitigen Rücksichtnahme hervor.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die Notwendigkeit solcher Aktionen wird durch alarmierende Statistiken untermauert. Im Jahr 2024 starben in Deutschland 2.770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, was einem Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Vergleich zu 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, ist die Zahl der Getöteten sogar um 9 Prozent niedriger. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Verkehrssicherheit ist und wie sehr sie als gesamtgesellschaftliches Anliegen betrachtet werden muss. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) verfolgt das ehrgeizige Ziel der „Vision Zero“ – keine Toten im Straßenverkehr.
Um diesem Ziel näherzukommen, wurde 2021 der „Pakt für Verkehrssicherheit“ ins Leben gerufen, eine gemeinsame Strategie von Bund, Ländern, Gemeinden und weiteren Partnern. Jährlich stellt das BMV etwa 15 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.
Die Rolle der Prävention
Die Verkehrssicherheit spielt nicht nur im Straßenverkehr eine bedeutende Rolle, sondern auch im Arbeitsumfeld. Deutschlands Straßennetz wird immer dichter und stärker befahren, was insbesondere für Pendler, Berufskraftfahrer und Eltern auf dem Weg zur Kita oder Schule eine Herausforderung darstellt. Im Jahr 2021 verloren 2.569 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, und über 327.550 wurden verletzt. Die Unfallversicherungsträger haben den Auftrag, Arbeits- und Wegeunfälle im Straßenverkehr zu verhüten und arbeiten daher eng mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) zusammen.
Präventionsaktionen wie die bevorstehende in Bremen sind daher unerlässlich. Sie zielen darauf ab, die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, und bieten Schulungen sowie Informationen für Schulen und Kitas an. Hierbei kommen konkrete Beispiele und Schulungen zum Einsatz, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und ein rücksichtsvolleres Miteinander zu fördern.
Mit der bevorstehenden Aktion in Bremen wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht, um das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen und die Unfallzahlen weiter zu senken. Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen, dass Straßen sicherer werden und wir alle gemeinsam auf den Wegen unterwegs sind.