In Hamburg ist diese Woche der Wettbewerb „Abpflastern“ zu Ende gegangen, der unter dem Motto „Von Grau zu Grün – wir entsiegeln die Stadt“ stattgefunden hat. Dieser kreative Ansatz zielt darauf ab, städtische Flächen von ihrer Versiegelung zu befreien und damit mehr Lebensqualität in die Stadt zu bringen. Wie NDR berichtet, konnten Bürger:innen Vorschläge für zu entsiegelnde Orte bei der Umweltbehörde einreichen. Rund 2.000 innovative Ideen kamen so zusammen und wurden auf einer speziellen Online-Plattform gesammelt.
Die Preisverleihung fand bereits am Montag statt, bei der mehr als 5.000 Quadratmeter Flächen erfolgreich entsiegelt werden konnten. Umweltsenatorin Katharina Fegebank hob das bemerkenswerte Engagement der Bürger:innen hervor, die damit aktiv zur Verbesserung ihrer Umgebung beitragen. Der Bezirk Altona konnte mit stolzen 4.206 Quadratmetern die größte Fläche entsiegeln und wurde mit dem begehrten „Goldenen Spaten“ ausgezeichnet. Zudem erhielt die Altona-Altstadt die „Goldene Gießkanne“ für die meisten entsiegelten Flächen in diesem Stadtteil.
Ein reger Austausch für eine grüne Stadt
Der Wettbewerb, der am 24. April 2025 ins Leben gerufen wurde, steht nicht alleine da. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie- und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat ein breites Bündnis aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und lokalen Wasserbetrieben mobilisiert, um dieses Projekt zu unterstützen. Akteure wie die HafenCity Universität, NABU und viele mehr sind aktiv an Bord. Ziel ist es, die Vollversiegelung von Flächen zu reduzieren und sie in wasserdurchlässige Flächen zu verwandeln.
Wie Risa Hamburg erläutert, fördert der Wettbewerb nicht nur die naturnahe und insektenfreundliche Begrünung, sondern unterstützt auch die Bürgerbeteiligung durch eine Plattform namens beteilige.me. Diese ermöglicht es, Vorschläge für Entsiegelungsprojekte im öffentlichen Raum zu machen. Aktuell hat der Wettbewerb, der bis zum 31. Oktober 2025 läuft, vor allem auf die Herausforderungen der fortschreitenden Urbanisierung reagiert.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus
Die negative Auswirkungen der Urbanisierung, wie Hitzeinseln und Überschwemmungen, werden durch den Trend zur Entsiegelung angegangen. Initiativen weltweit, so Stadtmarketing beschreibt, zeigen, dass solche Maßnahmen nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig sind. Ansätze wie die Schwammstadt-Strategie und ein innovatives Regenwassermanagement werden zunehmend relevant für Städte, die gegen extreme Wetterverhältnisse gewappnet sein wollen.
Der Wettbewerb „Abpflastern“ in Hamburg zeigt auf beeindruckende Weise, wie Bürger:innen aktiv an der Umgestaltung ihrer Stadt mitwirken können. Dass es in der Stadt ein echtes Bewusstsein für Umwelt und Lebensqualität gibt, konnten die Bürger:innen in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der Erfolg dieses Wettbewerbs lässt schon jetzt auf das nächste Jahr hoffen, wenn das „Abpflastern“ einmal mehr dazu einlädt, kreative Ideen einzubringen und die Stadt weiter zu beleben.