Die Verkehrssituation rund um den Elbtunnel in Hamburg wird in den kommenden Tagen eine erhebliche Herausforderung für Autofahrer darstellen. Aufgrund von Bauarbeiten ist die A7 zwischen Stellingen und Heimfeld bis Montag um 6 Uhr voll gesperrt. Nach dieser Sperrung wird der Elbtunnel erneut von einem Warnstreik betroffen sein, der bis Dienstag um 6 Uhr dauern soll. Diese Ereignisse führen dazu, dass der Verkehr auf der A7 voraussichtlich über 96 Stunden beeinträchtigt sein wird. Bereits ein vorhergehender 24-stündiger Warnstreik am Freitag führte zu zäh fließendem Verkehr im Elbtunnel, wo normalerweise je Richtung drei Spuren befahren werden können. Während des Streiks waren jedoch nur zwei Spuren geöffnet.

Die Gewerkschaft ver.di hat zu diesen Warnstreiks aufgerufen, um über die Bezahlung der Beschäftigten der Autobahn GmbH zu verhandeln. Die Forderungen umfassen eine Gehaltserhöhung von mindestens 300 Euro pro Monat, um den Lebensstandard der Beschäftigten zu sichern. Verhandlungen sollen am Mittwoch und Donnerstag in Berlin in einer dritten Runde fortgesetzt werden. Auch die Betriebs- und Verkehrsleitzentralen sind von den Streiks betroffen, was die Lage noch komplizierter macht.

Erwartete Verkehrsbehinderungen

Die Vollsperrung des Elbtunnels wird von Freitag, dem 20. Februar, 22:00 Uhr bis Montag, den 23. Februar, etwa 5:00 Uhr andauern. Nach dieser Zeit stehen den Fahrern weiterhin nur zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung, was die Verkehrslage verschärfen wird. Pendler wird geraten, den Bereich weiträumig zu umfahren oder alternative Verkehrsmittel zu nutzen, da auch angrenzende Strecken und Ausweichrouten voraussichtlich stark belastet sein werden. Besonders der Schwerlastverkehr wird betroffen sein, da während der Streikzeiten keine Schwerlasttransporte über den Elbtunnel oder die Norderelbbrücke durchgeführt werden dürfen.

Die A1 wurde als offizielle Umleitungsstrecke während der A7-Vollsperrung festgelegt, wobei erhebliche Rückstaus zu erwarten sind. Auch die Logistik und Lieferketten könnten durch die Verzögerungen beeinträchtigt werden. Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld über aktuelle Verkehrsmeldungen zu informieren und gegebenenfalls alternative Routen zu planen.

Hintergrund der Warnstreiks

Die Warnstreiks sind Teil einer „Streikwoche“, die die Gewerkschaft ver.di bei der Autobahn GmbH ausgerufen hat. Der Grund für diese Maßnahmen ist ein Tarifstreit, bei dem ver.di eine Gehaltserhöhung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro monatlich fordert. Die Gewerkschaft kritisiert den aktuellen Verhandlungsstand als „inakzeptabel“ und plant für die nächste Zeit verschiedene Aktionen, darunter auch „Pausen-Aktionen“ in den Niederlassungen.

Die Auswirkungen der Warnstreiks werden nicht nur Hamburg, sondern auch andere Regionen Deutschlands betreffen. Autofahrer müssen mit Behinderungen in verschiedenen Bereichen rechnen, während sich die Verhandlungen um die Gehälter der 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH fortsetzen. Die Situation bleibt also angespannt und die Autofahrer sollten sich auf längere Fahrzeiten und Umleitungen einstellen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Verkehrseinschränkungen kann die Tag24-Website besucht werden.