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In Hamburg-Heimfeld ist ein innovatives Projekt zur koordinierten Notfallversorgung für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen gestartet. Das Projekt, das im Frühjahr 2025 begann, wird von rund 80 Personen aus der Pflegeeinrichtung PFLEGEN & WOHNEN unterstützt. Somit nehmen fast die Hälfte aller Bewohner an diesem zukunftsträchtigen Vorhaben teil. Alle fünf Wohnbereiche der Einrichtung wurden in das Projekt integriert, und die Pflegekräfte erhielten umfassende Schulungen, um die digitale Notfallversorgung effizient umzusetzen. Dank dieser digitalen Unterstützung wird die Patientensicherheit erheblich gesteigert und die Kommunikation in kritischen Situationen verbessert, wie die Techniker Krankenkasse in ihrem Bericht darlegt hier.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Tele-Triage-Hotline, die bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen genutzt wird. Dadurch können unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden. Pflegeeinrichtungen haben die Möglichkeit, den Versorgungsprozess über die Notaufnahme des Asklepios Klinikums Harburg zu starten, falls Haus- oder Fachärzte nicht erreichbar sind. Bei der telefonischen Ersteinschätzung kommt das Manchester-Triage-System zum Einsatz, wobei ein speziell geschulter, nicht-ärztlicher Mitarbeiter des Klinikums die Ersteinschätzung durchführt.

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Digitale Innovation in der Gesundheitsversorgung

Das Projekt markiert einen entscheidenden Schritt in Richtung einer effektiveren Gesundheitsversorgung, indem es den Austausch zwischen niedergelassenen Ärzten, dem Asklepios Klinikum Harburg und PFLEGEN & WOHNEN intensiviert. Bereits seit dem Start des Projekts wurden acht Fälle über die Tele-Triage-Hotline betreut, wobei vier dieser Fälle nicht in eine Rettungswagenfahrt oder Klinikeinweisung mündeten. Ziel ist es, noch mehr Bewohnerinnen und Bewohnern die digitale Notfallversorgung zugänglich zu machen und die medizinische Expertise weiter auszubauen.

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Zusätzlich erhält das Klinikum Unterstützung durch moderne telediagnostische Tools und Tablets, die es ermöglichen, Vitalparameter wie Blutdruck und Herzfrequenz zu übermitteln. Die telemedizinische Ersteinschätzung kann verschiedene Versorgungswege zur Folge haben, sei es durch direkte Maßnahmen der Pflegekräfte vor Ort oder durch Unterstützung von mobilen Pflegefachkräften. Diese digitale Entwicklung steht im Einklang mit den Zielen des EU-finanzierten Projekts iProcureSecurity PCP, das darauf abzielte, ein digitales Triage-Management-System zu entwickeln, das die Notfallversorgung in Europa revolutionieren soll laut cordis.europa.eu.

Partnerschaften und Zukunftsausblick

Die Grundlage für die Umsetzung des Projekts bildet ein Vertrag der Besonderen Versorgung zwischen mehreren Krankenkassen, darunter die AOK Rheinland/Hamburg, IKK classic und die Techniker Krankenkasse, sowie dem Asklepios Klinikum und PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH. Weitere Krankenkassen, wie die BKK Linde, BKK Pfalz und BKK Verbund Plus, haben sich dem Vertrag ebenfalls angeschlossen. Diese Kooperationen fördern die Interoperabilität der Systeme und versprechen eine verbesserte Koordination der Notfallversorgung.

Diese digitalen Lösungen setzen neue Standards in der Notfallmedizin und könnten langfristig nicht nur die Reaktionsfähigkeit der Gesundheitsdienste in Hamburg verbessern, sondern auch als Modell für andere Regionen dienen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die digitale Notfallversorgung weiter entwickelt und wie viele weitere Bewohner von den innovationsbringenden Maßnahmen profitieren können.