Verschmutzter ICE zwingt Passagiere zum Umsteigen nach München!
Reisende auf der ICE-Strecke nach Hamburg mussten wegen mangelnder Sauberkeit umsteigen. Deutsche Bahn bedauert den Vorfall.

Verschmutzter ICE zwingt Passagiere zum Umsteigen nach München!
Ein erneuter Vorfall hat am Dienstag die Reisepläne zahlreicher Passagiere im ICE zwischen München und Hamburg durcheinandergebracht. Der Zug musste aufgrund von schweren Verschmutzungen vorzeitig in Nürnberg gestoppt werden, was für die Reisenden alles andere als ideal war. Laut einem Bericht von Welt gab das Zugpersonal an, dass der Zustand des ICE einfach nicht akzeptabel sei, um die Reise fortzusetzen. Wie viele Reisende betroffen waren und welche Art von Verschmutzung genau vorlag, wurde jedoch nicht näher erläutert.
Der Vorfall wurde von einer Sprecherin der Deutschen Bahn als Einzelfall bezeichnet, wobei das Unternehmen versichert, dass man hohe qualitative Standards für Fernreisezüge anstrebt. Trotz dieser Betonung sind die Umstände für die Reisenden alles andere als erfreulich. Für die Fernpassagiere wurde etwa eine Stunde später eine alternative Reisemöglichkeit bereitgestellt, doch die Unannehmlichkeiten blieben nicht ohne Folgen.
Rechte der Reisenden
Wer von solchen Vorfällen betroffen ist, kann nachträglich Entschädigungen beantragen. Informationen dazu gibt es unter bahn.de. Dort wird erklärt, dass Betroffene die notwendigen Formulare mitsamt Belegen entweder per Post an die DB Dialog GmbH oder direkt in einem DB Reisezentrum einreichen können. Bei Umständen wie Verspätungen oder Zugausfällen haben Reisende die Möglichkeit, ihre Tickets im Reisezentrum zurückzugeben oder eine Erstattung zu beantragen.
Erst vor kurzem gab es einen weiteren Zwischenfall in einem ICE von Hamburg nach München. Ein Reisender wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen, weil er eine Hängematte im Waggon aufgespannt hatte und die Aufforderung einer Zugbegleiterin ignorierte. Der Vorfall endete mit einem Verfahren wegen Widerstands und Beleidigung gegen die Bundespolizisten, die den Mann ab Uelzen übernahmen. Solche Vorfälle sorgen für zusätzliche Unruhe im ohnehin schon angespannten Bahnbetrieb.
Europäische Regelungen für Reisende
Im internationalen Vergleich bietet das „Agreement on Journey Continuation“ (AJC) verschiedene Lösungen für Reisende an, die im europäischen Schienenverkehr unterwegs sind, wie auf bahn.de zu lesen ist. Diese Vereinbarung zwischen mehreren europäischen Eisenbahngesellschaften soll sicherstellen, dass Passagiere bei Verspätungen oder Stornierungen ihrer gebuchten Züge den nächsten verfügbaren Zug ohne zusätzliche Kosten nutzen können. Die Deutsche Bahn ist Teil dieses Abkommens, das jedoch keine rechtsverbindlichen Ansprüche garantiert.
Das Thema Sauberkeit und Servicequalität ist ein Dauerbrenner bei den Reisenden, und dieser neueste Vorfall wirft erneut Fragen auf, was hierzulande getan werden muss, um das Fahrgastvertrauen zu stärken. Der Fall zeigt, dass trotz der Bemühungen der Deutsche Bahn, die Zufriedenheit der Kunden zu gewährleisten, immer wieder Probleme auftreten können, die das Reiseerlebnis erheblich beeinträchtigen.