Grünes Hamburg: So blüht die Stadt dank des Abpflaster-Wettbewerbs!

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Neuallermöhe wird Teil eines Hamburger Wettbewerbs zur Entsiegelung und Begrünung von Flächen, um Lebensqualität und Klimaresilienz zu fördern.

Neuallermöhe wird Teil eines Hamburger Wettbewerbs zur Entsiegelung und Begrünung von Flächen, um Lebensqualität und Klimaresilienz zu fördern.
Neuallermöhe wird Teil eines Hamburger Wettbewerbs zur Entsiegelung und Begrünung von Flächen, um Lebensqualität und Klimaresilienz zu fördern.

Grünes Hamburg: So blüht die Stadt dank des Abpflaster-Wettbewerbs!

In Hamburg tut sich was, wenn es um mehr Grün in der Stadt geht. Die Stadtverwaltung hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Lebensqualität und Klimaresilienz durch die Entsiegelung von Betonflächen zu steigern. Dieser Trend, bekannt aus den Niederlanden als „Tegelwippen“, erfreut sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Wie NDR berichtet, wurde Ende April 2025 eine Online-Plattform ins Leben gerufen, über die Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zur Begrünung und Entsiegelung einreichen können. Bislang sind rund 1.500 Vorschläge eingegangen, hauptsächlich zu öffentlichen Flächen wie dem Fleetplatz in Neuallermöhe-West oder dem Gerhart-Hauptmann-Platz in der Innenstadt.

Einige dieser Vorschläge wurden bereits umgesetzt. So wurde beispielsweise der Schulhof der Beruflichen Schule City Nord entsiegelt, ebenso wie ein Platz in der Grelckstraße in Eimsbüttel. Auch Privatpersonen leisten ihren Beitrag, indem sie Innenhöfe in Stadtteilen wie Bahrenfeld und Finkenwerder umgestalten. Die Umweltbehörde honoriert solche Initiativen mit Preisen wie dem „Goldenen Spaten“ und der „Goldenen Harke“ für die meisten Entsiegelungen in einem Jahr.

Wettbewerb für Bürger und Unternehmen

Um noch mehr Schwung in die Sache zu bringen, hat die Stadt einen neuen Wettbewerb zum „Abpflastern“ von versiegelten Flächen ins Leben gerufen. Wie die Eimsbütteler Nachrichten berichten, ist das Ziel dieses Wettbewerbs die Förderung der Artenvielfalt, die Verbesserung der Regenwasserversickerung und die Reduzierung von Sommerhitze in den Innenstädten. Der Wettbewerb orientiert sich am niederländischen Vorbild und steht sowohl Anwohnern als auch Unternehmen offen, die private Flächen entsiegeln und naturnah bepflanzen möchten.

Teilnehmende können ihre Projekte auf der Plattform beteilige.me eintragen, während Vorschläge für öffentliche Flächen vom Bezirksamt Eimsbüttel geprüft werden. Der Wettbewerb läuft bis zum 31. Oktober 2025 und soll in Zukunft jährlich stattfinden. Es winken Preise in drei Kategorien: der „Goldene Spaten“ für den Bezirk mit der meisten entsiegelten Fläche, die „Goldene Gießkanne“ für den Stadtteil mit der größten entsiegelten Fläche und die „Goldene Harke“ für die Person oder das Unternehmen mit den meisten Entsiegelungen.

Initiativen für ein besseres Stadtklima

Die Initiative „Grün in die Stadt“ engagiert sich ebenfalls aktiv für die Reduzierung der Flächenversiegelung. Diese Maßnahmen heißen nicht nur mehr Parks und Dachbegrünungen willkommen, sondern zielen auch darauf ab, natürliche Schattenplätze zu schaffen und die Temperaturen in der Stadt durch Verdunstungskühle zu senken. Grün in die Stadt betont die positiven Auswirkungen von Stadtgrün auf das Wohlbefinden der Menschen und die Biodiversität der Umgebung. Von Bundesseite gibt es jährliche Millionenbeträge an Fördermitteln für Stadtentwicklungsprojekte, die gesunde und resiliente Lebensräume unterstützen.

Die Hamburger Bürger haben also die Möglichkeit, aktiv an einer grüneren und lebendigen Stadt mitzuwirken. Eine solche Bürgerbeteiligung hat das Potenzial, nicht nur die Umgebung zu verschönern, sondern auch das Stadtklima entscheidend zu verbessern. Wer würde da nicht mitmachen wollen?