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Heute ist der 17.02.2026. In Düsseldorf stehen sechs Antifaschistinnen, darunter Clara, vor Gericht. Dieser Prozess, der Mitte Januar 2026 begann, wird vor dem Staatsschutzsenat im Oberlandesgericht Düsseldorf geführt. Den Angeklagten wird unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung und versuchter Mord vorgeworfen. Clara und andere Antifaschistinnen hatten sich nach Angriffen auf rechtsextreme Teilnehmerinnen eines Neonazi-Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 abgetaucht. Erst im Januar 2025 stellten sich viele der Abgetauchten, einschließlich Clara, der Polizei.

Die Eltern von Clara, Birgit und Hermann, engagieren sich aktiv in der Solidaritätsarbeit. Sie berichten von ihren Eindrücken aus dem Gericht und der Haft, wo der Sicherheitsaufwand hoch ist – mit bewaffneten Polizistinnen und strengen Kontrollen. Die Besuchsbedingungen in den Untersuchungsgefängnissen variieren erheblich, und der Kontakt zu den Inhaftierten ist stark eingeschränkt. Besorgnis äußern Birgit und Hermann auch über die Gefängnissituation und die Behandlung der Insassen. Sie berichten von einer Überwachung durch die Bundesanwaltschaft, die auch Angehörige betrifft.

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Solidarität und Öffentlichkeit

Um Solidarität zu zeigen und die Öffentlichkeit über die Prozesse zu informieren, wurde eine Soligruppe gegründet. Die Eltern von Clara fordern mehr Aufmerksamkeit für die Situation der Gefangenen und die Repression gegen Antifaschist*innen. Sie ermutigen zur Teilnahme an den Prozessen und zur Unterstützung durch Spenden und Briefe an die Gefangenen. Der Antifaschismus selbst ist ein umstrittenes Thema in Deutschland. Der Begriff „Antifa“ bezieht sich auf die „Antifaschistische Aktion“, die oft mit Gewalttaten oder Ausschreitungen von Linksextremisten in Verbindung gebracht wird. Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages stellte bereits 2018 fest, dass es kein einheitliches Handeln oder Konzept des „Antifaschismus“ gibt.

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Die Geschichte des Antifaschismus

In Deutschland wurde der Begriff „Antifaschismus“ in den 1920er Jahren von der KPD als antikapitalistischer Kampfbegriff eingeführt. Während des Nationalsozialismus entwickelte sich ein bürgerlich-liberaler Antifaschismus, der gegen Neonazismus und Rechtsextremismus kämpfte. Linksextremisten verstehen „Faschismus“ als eine Form des Kapitalismus, die Ausbeutung und Unterdrückung fördert. Die „Antifaschistische Aktion“ wurde 1932 von der KPD als kommunistische Sammelbewegung gegründet, nicht als feste Organisation. Das heutige Antifa-Symbol umfasst eine schwarze Fahne (Anarchismus) und eine rote Fahne (Sozialismus) und wird vor allem im gewaltorientierten Linksextremismus verwendet.

Gewalt und Repression im Antifaschismus

Linksextremisten rufen unter dem Motto „Antifa heißt Angriff“ zu gewaltsamen Aktionen gegen als „faschistisch“ bezeichnete Personen und Gruppen auf. Diese Gewalttaten umfassen Sachbeschädigungen, Brandstiftungen und Körperverletzungen, oft mit dem Ziel, ein Klima der Angst zu erzeugen. Ein Beispiel hierfür ist der Angriff am 16. Mai 2020 in Stuttgart, bei dem drei Männer auf dem Weg zu einer Corona-Demonstration angegriffen wurden, einer davon erlitt lebensgefährliche Verletzungen. „Outing-Aktionen“ sind ein weiteres Mittel, um Personen zu brandmarken und einzuschüchtern, indem deren Daten veröffentlicht werden.

Linksextremisten agieren oft in kleinen Gruppen, aber auch in bundesweiten Bündnissen wie dem „…ums Ganze!“-Bündnis. Die NIKA-Kampagne, die von diesem Bündnis gegründet wurde, richtet sich gegen die AfD und andere als „faschistisch“ wahrgenommene Akteure. Der Antifaschismus wird von Linksextremisten genutzt, um gewalttätige Angriffe zu legitimieren und ihre ideologischen Positionen in die Gesellschaft einzubringen. Das übergeordnete Ziel des autonomen Antifaschismus ist die Überwindung des Kapitalismus durch einen Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung.

Für weitere Informationen zu diesem komplexen Thema empfehlen wir die ausführlichen Analysen der verschiedenen Quellen. Insbesondere die Berichterstattung über den Prozess in Düsseldorf und die Hintergründe des Antifaschismus bieten einen tiefen Einblick in die aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.

Quellen: AK-Web, Verfassungsschutz.