Am 12. April 2026 startet in Hamburg ein neuer Zubringerdienst namens „Na Huus, to de Bahn“ (HUUS), der das Reisen für Fahrgäste des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) noch einfacher macht. Für einen Festpreis von nur sechs Euro können Passagiere mit dem Taxi von ihrer Wohnadresse zur nächstgelegenen teilnehmenden U- oder S-Bahnstation und umgekehrt fahren. Dies bedeutet nicht nur eine vereinfachte Anbindung, sondern auch ein ordentliches Geschäft, denn der Service ist von Montag bis Donnerstag zwischen 21 Uhr und 0:30 Uhr sowie freitags, an Feiertagen und am Wochenende bis 5 Uhr morgens verfügbar, was für viele Pendler von großem Nutzen sein kann.
Wie NDR berichtet, läuft das Pilotprojekt zunächst für ein Jahr, während dessen der Service in verschiedenen Stadtteilen getestet wird. Im Hamburger Westen stehen die S-Bahn-Stationen Hochkamp, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen auf dem Fahrplan. Im Nordosten sind die U-Bahn-Stationen Langenhorn Markt, Ochsenzoll, Kiwittsmoor, Langenhorn Nord, Meiendorfer Weg, Buchenkamp, Volksdorf, Buckhorn, Ohlstedt und Poppenbüttel sowie eine S-Bahn-Station vertreten. Der Südosten wird durch die S-Bahn-Stationen Billwerder-Moorfleet, Mittlerer Landweg, Allermöhe, Nettelnburg und Bergedorf abgedeckt.
Fahrten aus einer Hand
Bestellt werden können die Taxis über die Bestelloptionen von Hansa-Taxi oder die App „Freenow by Lyft“. Es ist wichtig zu beachten, dass der Fahrdienst einen Radius von drei Kilometern zwischen Bahnstation und Abfahrtsadresse hat – ein gewisses Limit, das jedoch viele Anfragen abdecken sollte. Der Festpreis von sechs Euro wird nur gewährt, wenn die Fahrt an einer der vorgesehenen Bahnhöfe beginnt oder endet und die Wohnadresse im Bediengebiet liegt. Zwischenstopps sind nicht möglich.
Die Bezahlung für Fahrten über die Freenow-App erfolgt digital, während Hansa-Taxi eine Auswahl aus Barzahlung, App-Zahlung und Kartenzahlung bietet. Interessanterweise wird der Fahrpreis nicht mit öffentlichen Mitteln bezuschusst; statt dessen finanzieren Projektpartner den Dienst.
Nachhaltigkeit im Nahverkehr
Ein weiterer Schritt in Richtung eines umweltfreundlicheren öffentlichen Nahverkehrs stellt der On-Demand-Service „hvv hop“ dar, den Hamburg ebenfalls anbietet. Dieses System ist nicht an feste Fahrpläne gebunden und nutzt elektrisch betriebene Fahrzeuge, was es Fahrgästen ermöglicht, flexibler zu reisen. Im Laufe der Zeit hat „hvv hop“ über 1,5 Millionen Nutzer gewonnen und wird kontinuierlich ausgebaut, unter anderem in Harburg, im Kreis Segeberg und im Kreis Stormann (hamburg.de.
Der Service ist durch die Integration in das HVV-Tarifsystem besonders attraktiv: Einzelfahrten beginnen ab einem Aufpreis von 1 Euro im Kreis Segeberg und gewähren den Nutzern eine bequeme Möglichkeit, von den virtuellen Haltestellen, die alle 200 Meter im Nutzungsgebiet liegen, zu ihren Zielen zu gelangen. Die Nutzung erfolgt über eine App, die sowohl für iOS als auch Android verfügbar ist.
Sowohl der neue Zubringerdienst als auch der „hvv hop“ – beide stark gefördert von der Stadt – zeigen, dass Hamburg auf einem guten Weg ist, die Mobilität seiner Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und gleichzeitig umweltfreundliche Ansätze zu verfolgen. Die Herausforderungen durch steigende Dieselpreise haben bislang keine Auswirkungen auf die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr, doch die HVV-Chefin Korbutt hat bereits einen 30-prozentigen Rabatt auf das Deutschlandticket sowie ein günstigeres Seniorenticket vorgeschlagen, um die Kosten zu reduzieren.