Die Hamburger Getränkemarke Fritz-Kola wagt einen spannenden Schritt und bringt ab Dezember 2025 Teile ihres Sortiments in Aluminiumdosen auf den Markt. Diese Pilotphase startet in ausgewählten Geschäften in St. Pauli und der Sternschanze, wo Glasflaschen entweder eingeschränkt oder ganz verboten sind. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die sinkenden Rücklaufquoten im Glasmehrwegsystem und möchte die Rückführung von Verpackungen stärker in den Fokus rücken. Packaging Journal berichtet, dass in der ersten Phase fünf Sorten in 0,33-Liter-Dosen angeboten werden, die sich als Ergänzung zu den traditionellen Glasgebinden präsentieren.

Der Gründer von Fritz-Kola, Mirco Wolf Wiegert, hebt die Herausforderungen hervor, die dem Unternehmen durch unveränderte Pfandbeträge und steigende Beschaffungskosten gegenüberstehen. „Die Dosen zeigen in bestimmten Märkten stabilere Rücklaufquoten als Glasflaschen“, so Wiegert. Dieses Feedback ist besonders wertvoll, denn die Reaktionen der Kunden werden über einen QR-Code gesammelt, der auf den neuen Dosen zu finden ist. Die Dosen erscheinen zudem in zwei ansprechenden Designs, die auf die junge, trendbewusste Klientel abzielen.

Fokus auf lokale Bedürfnisse

Die Standortwahl für die Testphase hat einen klaren Grund: Die Kneipen- und Barszene in St. Pauli und Sternschanze ist nicht nur sehr lebendig, sondern auch ein wichtiger Punkt für die Nachfrage nach alternativen Verpackungen. Die Entscheidung, die Dosen als zusätzliches Gebinde anstelle von Glas zu verwenden, zeigt ein gutes Händchen, denn in diesen Stadtteilen ist die Rückführung von Glasflaschen oft schwierig. Fritz-Kola bleibt jedoch der Mehrwegstrategie treu und investiert weiterhin in moderne Mehrweganlagen.

Die Rücklaufquoten sind ein heißes Thema, und um diese zu stärken, fordert das Unternehmen ein einheitliches Pfandsystem mit höheren Pfandsätzen. „Glas bleibt die bevorzugte Lösung, sofern das System verlässlich funktioniert“, betont Wiegert. Mit diesem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit möchte Fritz-Kola den Kreislauf der Verpackungen nicht nur stärken, sondern auch aktiv zur Verminderung von Umweltbelastungen beitragen.

Fritz-Kola zeigt damit nicht nur Innovationsgeist, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Kunden und die Herausforderungen der Branche im Bereich Verpackung und Rückführung. Es bleibt abzuwarten, wie der Markt auf diese Neuerung reagiert und ob die Dosen langfristig eine ernsthafte Alternative zum Glas werden können. Der Dezember wird zeigen, ob die Hamburger Kunder:innen bereit sind, diese neue Verpackung zu akzeptieren.