Am 14. Februar 2026 demonstrierten in der Hamburger Innenstadt Tausende Menschen für eine wichtige politische Forderung: die generelle Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht. Die Initiative „Prüf“ („Prüfung rettet übrigens Freiheit“) hatte zu dieser eindrucksvollen Veranstaltung aufgerufen und die Teilnehmerzahl wurde von Veranstaltern und Polizei auf rund 5.000 geschätzt. Die Demonstrierenden trugen Schilder mit klaren Botschaften, wie „Rechtzeitig prüfen“ und „Für Vielfalt“. Diese Mobilisierung ist ein Zeichen für das wachsende Engagement der Bürger gegen Rechtsextremismus und für Demokratie. [NDR]

Die Route der Demonstration führte über den Jungfernstieg, Stephansplatz, Lombardsbrücke, Steintorwall zur Mönckebergstraße und zurück zum Rathausmarkt. Es war bereits die vierte „Prüf“-Demo in Hamburg, die bundesweite Auftaktveranstaltung fand am 9. November in der Hansestadt statt. Die Hamburgische Bürgerschaft hat zudem einen Antrag im Bundesrat zur Prüfung der AfD unterstützt und kündigte an, dass die Demonstrationen jeden zweiten Samstag im Monat stattfinden werden, bis der Antrag gestellt wird. Ein Antrag auf ein Verbotsverfahren kann von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung gestellt werden, doch eine Einstufung als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz reicht nicht für ein Parteiverbot aus.[Stern]

Vielfältige Proteste in der Hamburger Innenstadt

Parallel zur „Prüf“-Demo fand eine weitere bedeutende Demonstration gegen das Regime im Iran in der Mönckebergstraße statt. Die Teilnehmer zogen vom Jungfernstieg bis zum Gänsemarkt. Zudem wurden Proteste gegen das US-Vorgehen in Venezuela organisiert, an denen rund 300 Menschen teilnahmen. Diese Demonstration stand unter dem Motto „Für das Völkerrecht – gegen den US-Krieg in Venezuela“ und zog vom Gänsemarkt über Valentinskamp und Baumwall bis in die Hafencity. Auch unter dem Motto „One Billion Rising“ versammelten sich 120 Menschen in der Mönckebergstraße, um für ein Ende der Gewalt an Frauen und für Gleichstellung zu demonstrieren.[NDR]

Die Unterstützung für die Anliegen der Demonstrierenden zeigt sich auch in der Politik. Ein Antrag der rot-grünen Koalition in der Bürgerschaft erhielt Rückhalt von SPD, Grünen und Linken. Solche Initiativen sind Teil eines breiteren gesellschaftlichen Trends: In mehr als 60 Städten in Deutschland fanden in der Vergangenheit Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und den Rechtsruck im Land statt, was auf ein wachsendes Bewusstsein für die Herausforderungen hinweist, mit denen die Demokratie konfrontiert ist.[Tagesschau]

Ein Blick auf die gesellschaftliche Relevanz

Die jüngsten Ereignisse in Hamburg stehen im Kontext eines zunehmenden Engagements gegen rechtsextreme Tendenzen in Deutschland. Bei einer Demonstration in Köln beispielsweise versammelten sich etwa 40.000 Menschen, um ein Zeichen für die Demokratie zu setzen. Solche Großveranstaltungen zeigen, dass die Gesellschaft nicht schweigt, sondern aktiv für ihre Werte eintritt. Die Hamburger Demonstrationen sind ein Teil dieses größeren Puzzles, das die Vitalität der Zivilgesellschaft verdeutlicht.[Tagesschau]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die heutige Demonstration in Hamburg nicht nur ein Zeichen gegen Rechtsextremismus ist, sondern auch ein wichtiger Ausdruck des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Bewegung weiter entwickeln wird, und ob die politischen Entscheidungsträger auf die Forderungen der Bürger eingehen werden.