In der Nacht zum Dienstag, dem 17. Februar, wurden die Anwohner in Altona und Ottensen durch eine Reihe von Vandalismusvorfällen in Aufregung versetzt. Unbekannte haben mehrere Fenster und eine Hausfassade mit politischen Symbolen beschmiert, was bei den Betroffenen für Entsetzen sorgte. Besonders betroffen sind die Bewohner der Bergiusstraße, die zuvor Plakate in Gedenken an die Opfer sexualisierter Gewalt beim Attentat in Israel am 7. Oktober 2023 ausgehängt hatten. Auf ihren Fenstern fanden sich unter anderem das rote Dreieck, ein Symbol der Hamas, sowie Hammer-und-Sichel-Zeichen. Die Betroffenen reagierten, indem sie die Graffitis selbst unkenntlich machten.

In der Straße Hohenesch in Altona wurden ähnliche Symbole entdeckt, zudem wurden die Schriftzüge „Tod Israel“ und „Gaza Schuld“ an einer Hausfassade gefunden. Die Polizei wurde beauftragt, die Schmierereien zu entfernen und hat Anzeigen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Aufgrund des politischen und möglichen extremistischen Hintergrunds hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Ob ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen Fällen besteht, ist derzeit noch unklar. Die Polizei gab keine weiteren Informationen zu möglichen Tatverdächtigen oder Hintergründen bekannt. Betroffene Anwohner stellen die Schmierereien in einen Kontext mit Angriffen auf Projekte in Hamburg, die sich gegen Antisemitismus in der linken Szene aussprechen. Weitere Details zu diesen Vorfällen sind in einem Bericht der MOPO zu finden.

Ein weiterer Vandalismusvorfall in Altona

Der Vandalismus in Altona ist nicht der einzige Vorfall, der in den letzten Monaten für Aufregung gesorgt hat. Am 09. November 2025 wurden zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 43 und 47 Jahren wegen Sachbeschädigung durch Graffiti an einer Regionalbahn festgestellt. Sicherheitsdienstmitarbeiter hatten die Täter bemerkt und die Bundespolizei informiert. Nach einer Aufforderung, das Sprühen einzustellen, flüchteten die beiden Männer, konnten jedoch in der Folge durch eine Fahndung vorläufig festgenommen werden. Am Tatort wurden Beweismittel, darunter Sprühdosen, sichergestellt.

Die beschädigte Fläche betrug etwa 35 m² auf zwei Wagen. Ein Strafverfahren wegen „gemeinschädlicher Sachbeschädigung“ wurde eingeleitet, und der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Täter wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung und Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. Weitere Details zu diesem Vorfall sind in einem Bericht der Presseportal zu finden.

Ein Kontext von politischem Extremismus

Die Vorfälle in Altona und Ottensen werfen ein Schlaglicht auf die zunehmende Problematik des politischen Extremismus in Deutschland. Die Schmierereien und Vandalismusakte sind Teil eines größeren Bildes, das zeigt, wie Spannungen in der Gesellschaft sich in aggressiven Handlungen äußern können. Der Staatsschutz ist gefordert, um derartige Vorfälle zu beobachten und gegebenenfalls präventiv einzugreifen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Taten nicht nur geahndet, sondern auch die gesellschaftliche Diskussion über Toleranz und Respekt anregen.