In Hamburg-Altona tut sich einiges im Bereich Wohnungsbau, denn in den kommenden Jahren steht eine Vielzahl an neuen Wohnungen in den Startlöchern. Auf einem ehemaligen Margarinefabrik-Gelände, direkt südlich der S-Bahnstation Bahrenfeld, entsteht auf etwa 5,6 Hektar der neue „Othmarschen Park“, in dem über 900 Wohnungen geplant sind. Diese Entwicklung ist eine Antwort auf die steigende Nachfrage nach Wohnraum in der Hansestadt. Der Bezirk hat umgedacht: Statt das Grundstück als Gewerbegebiet zu nutzen, setzt die Stadt auf zahlbaren Wohnraum, um den Familien und sozialen Genossenschaften unter die Arme zu greifen. Ein Drittel aller Wohnungen wird sogar öffentlich gefördert, was helfen soll, die Mietpreise für Erwerbstätige und Bedürftige zu stabilisieren. So berichtet die Hamburgische Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, dass solche geförderten Wohnungsbauprojekte in Hamburg gängige Praxis sind.
Doch das ist nicht alles: Neben diesem großen Projekt stehen in Altona noch mehrere andere Entwicklungen an. Auf dem ehemaligen Großmarkt-Gelände in Bahrenfeld sollen 450 neue Wohnungen entstehen, realisiert von SAGA und Quantum. Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg bezeichnet dies als einen gelungenen geförderten Wohnungsbau. Und auch die Hochbahn mischt mit, denn auf dem ehemaligen Straßenbahndepot an der Max-Brauer-Allee plant das Unternehmen etwa 400 Wohnungen für seine Angestellten. Das bestehende REWE-Markt-Gebäude wird hierfür verkleinert. So möchte der Bezirk Altona das Tief im Wohnungsbau überwinden – 2023 wurden lediglich 580 Bauanträge gestellt, für 2024 erhofft man sich dagegen 900 Anträge.
Investitionen für bezahlbaren Wohnraum
Um die genannten Projekte und ähnliche Initiativen zu unterstützen, hat die Stadt Hamburg im Rahmen des Wohnraumförderprogramms beachtliche 1,774 Milliarden Euro für die Jahre 2025 und 2026 eingeplant. Die Förderung, die über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) ausgelobt wird, zielt darauf ab, sowohl neue Wohnungen zu bauen als auch bestehende zu modernisieren und die Bindung von Sozialwohnungen zu sichern. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, betont dabei die Bedeutung des sozialen Wohnungsbaus. Für 2025 und 2026 bringt Hamburg jährlich mindestens 3.000 neue geförderte Wohnungen ins Spiel – ein Schritt in die richtige Richtung, um den Herausforderungen des Wohnungsmarktes zu begegnen. Diese Informationen sind auf den Seiten der Hamburger Wohnstifte nachzulesen.
Baupreisen wird es ebenfalls nicht an den Kragen gehen: Sie werden für 2025 um 3% und für 2026 um 2% steigen. Der Förderzins bleibt allerdings bei günstigen 1% pro Jahr über 30 Jahre, sodass Bauherren nicht in existenzielle Schwierigkeiten geraten sollten. Neue Fördermodule zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Förderung von Barrierefreiheit stehen ebenfalls auf der Agenda.
Hamburg steckt also mitten in einem grundlegenden Wandel auf dem Wohnungsmarkt. Mit mutigen Entscheidungen und großen Investitionen wird versucht, bezahlbaren Wohnraum für alle Hamburger:innen zu schaffen. Das große Ziel lautet: Mehr Platz zum Wohnen für alle.