In Hamburg wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Ein bedeutendes Projekt, das unter den Bürger:innen und Akteuren im Bezirk Hamburg-Mitte auf breite Beteiligung stieß, ist das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK). Die umfassende Entwicklung dieses Konzeptes erstreckt sich bereits über drei Jahre und hat nun konkrete Formen angenommen. Wie hamburg.de berichtet, fiel der beschließende Schritt durch die Bezirksversammlung bereits im März 2023 und die Umsetzung des IKK läuft aktiv seit Juni 2023.

Ein zentrales Merkmal des Klimaschutzkonzeptes ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure sowie die Beteiligung der Bürger:innen. Diese sollten nicht nur informiert, sondern aktiv in den Prozess eingebunden werden. Bei der Einbringung von Anregungen über das DIPAS-Tool konnten Interessierte ihre Meinungen und Wünsche äußern. Diese Anliegen flossen dann in die ständige Anpassung und Entwicklung des Konzeptes mit ein. Dass diese Bürgerbeteiligung einen hohen Stellenwert hat, verdeutlichen auch die zahlreichen Veranstaltungen und Workshops, die ausgerichtet wurden, wie in einem weiteren Bericht von bv-hh.de nachzulesen ist.

Die wichtigsten Schritte und Maßnahmen

Der Weg zum IKK begann bereits am 21. März 2019 mit dem Beschluss zur Erstellung des Konzeptes. Ein Jahr später, am 19. Januar 2022, wurde die Grobstruktur dem Ausschuss für Klima und Mobilität vorgestellt, die dann am 17. Februar 2022 abschließend beschlossen wurde. Bei der Umsetzung wird von Seiten des Bezirksamtes Hamburg-Mitte auf eine enge Abstimmung mit Fachämtern Wert gelegt. Besonderes Augenmerk liegt auf den Bereichen Strommix, Mobilitätswende und Elektromobilität, die laut einer Potentialanalyse das größte CO2-Minderungspotential aufweisen.

Das Klimaschutzmanagement der Stabsstelle Klimaschutz und Wirtschaftsförderung kümmert sich um die Koordination und stellt außerdem sicher, dass der Vorhaben finanziell unterstützt wird. Die Finanzierung erfolgt nicht dauerhaft über Bundesförderungen, sondern teils projektbezogen über spezielle Förderprogramme von Land und Bund. Hierbei muss das Bezirksamt immer wieder aktiv werden, um Fördermittel zu beantragen.

Ein langfristiger Fahrplan

Das IKK ist nicht nur ein einmaliges Projekt, sondern der erste Schritt in eine nachhaltige Zukunft für Hamburg-Mitte. Maßnahmen, die unter anderem in den Bereichen Hochbau, Öffentlichkeit und Wirtschaft umgesetzt werden, stellen einen Orientierungsrahmen dar. Die Fortschritte werden über ein Klimaschutz-Controlling erfasst und evaluiert, um die Wirksamkeit der umgesetzten Projekte kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Mit einem klaren Maßnahmenkatalog, der nach CO2-Minderungspotential, Multiplikatoreneffekt, Verantwortlichkeit und Umsetzbarkeit priorisiert ist, geht Hamburg-Mitte entschlossen in eine klimafreundliche Zukunft. Denn auch wenn der Weg steinig sein mag, so gibt es mit dem IKK einen klaren Plan, der sowohl die gegenwärtigen Herausforderungen des Klimawandels anpackt als auch zukunftsweisende Lösungen bietet.