Reiche Diebe treiben ihr Unwesen: Klau-Welle in Hamburgs Rewe!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

In Blankenese berichten Rewe-Händler über steigende Diebstähle durch wohlhabende Stammkunden. Jährlicher Schaden: 60.000 Euro.

In Blankenese berichten Rewe-Händler über steigende Diebstähle durch wohlhabende Stammkunden. Jährlicher Schaden: 60.000 Euro.
In Blankenese berichten Rewe-Händler über steigende Diebstähle durch wohlhabende Stammkunden. Jährlicher Schaden: 60.000 Euro.

Reiche Diebe treiben ihr Unwesen: Klau-Welle in Hamburgs Rewe!

In Hamburg-Blankenese sorgt eine besorgniserregende Klau-Welle für Aufregung in der Region. Der Rewe-Händler Fabian Eichemeyer, der seinen Markt seit 2016 führt, hat alarmierende Zahlen zu verzeichnen. In diesem Jahr kam es bereits zu 50 Diebstählen, viele davon durch wohlhabende Stammkunden, insbesondere Frauen. Eichemeyer berichtet, dass die Täter oft teure Produkte entwenden und dabei keinerlei Reue zeigen. „Das Klauen ist hier zum Volkssport geworden“, beschreibt er die Situation treffend. Das jährliche Schadensvolumen liegt bei rund 60.000 Euro.lzdirekt.de

Ein besonders skurriler Fall: Ein Mann wedelte mit einem schick aussehenden Porsche-Schlüssel, während er eine Flasche Dom Pérignon im Wert von 200 Euro stahl – der Schlüssel stellte sich später als Attrappe heraus. Auch andere Diebe zeigen Erfindungsreichtum; eine Kundin bezahlte für vier Tüten Traubensaft, steckte jedoch sechs in ihre Tasche. Viele der Diebe könnten sich die Waren leisten und haben den Schaden oft sogar später aus eigener Tasche beglichen.focus.de

Die bundesweite Klau-Dynamik

Die Probleme sind nicht auf Hamburg beschränkt. Nach bundesweiten Statistiken verursachten Ladendiebstähle im Jahr 2022 Schäden von bis zu 4,95 Milliarden Euro, ein Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Professionelle Banden, die nur sechs Prozent der Täter ausmachen, verantworten jedoch rund 30 Prozent dieser Gesamtschäden. Diese Banden agieren zunehmend strukturiert und arbeiten mit Ablenkungstaktiken.wdr.de

Die Polizeistatistik zeigt, dass die Diebstahlzahlen nach der Pandemie auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen sind. Das zusätzliche Risiko wird durch eine Abnahme des Personals in vielen Geschäften und den Trend zu Selbstbedienungskassen verstärkt. Diese Kassen haben eine höhere Diebstahlquote von 20 bis 30 Prozent im Vergleich zu regulären Kassen. Der Einzelhandel hat bereits über 1,55 Milliarden Euro in Sicherheitsmaßnahmen investiert, um dem Treiben Einhalt zu gebieten.

Doch trotz aller Bemühungen bleibt die Situation besorgniserregend. Der Handelsverband Deutschland fordert entschlossene politische Maßnahmen zur Bekämpfung des Problems, während die überlasteten Gerichte oft Verfahren einstellen oder verzögern. Eichemeyer selbst zeigt die meisten Diebe nicht an, um das nachbarschaftliche Vertrauensverhältnis nicht zu gefährden und dem schlechten Gefühl in der Gemeinschaft entgegenzuwirken.