In Harburg tut sich was: Die zentrale Einkaufsmeile, die Lüneburger Straße, steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Bezirksamtsleiter Christian Carstensen hebt die Bedeutung dieses Standorts nicht nur für Harburg selbst, sondern auch für das umliegende Gebiet hervor. Mit modernen Akzenten und einer lebendigen Atmosphäre soll die Fußgängerzone auf Vordermann gebracht werden. Dies, berichtet Hamburg.de, kömmt nicht von ungefähr: Die alte Fußgängerzone hat ihre besten Tage gesehen und verlangt nach einer Frischkur.

Im Zuge dieses Vorhabens, das Teil des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist, wird die Lüneburger Straße über eine Fläche von etwa 11.000 Quadratmetern umgestaltet. Der Entwurf von Bruun und Möllers mit BRP wurde einstimmig vom Preisgericht gewählt. Der Plan sieht unter anderem mehr Grünflächen, neue Aufenthaltsbereiche sowie einen Klinkerbelag mit einem charakteristischen „rot-weißen Band“ in Fischgrätstruktur vor.

Aufwertung des öffentlichen Raums

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, spricht von einem Konzept, das nicht nur die Optik verbessern soll, sondern auch die Aufenthaltsqualität für Besucher erhöhen wird. Zu den geplanten Maßnahmen gehört auch die Schaffung von Natursteininseln aus Granit, die Begegnungszonen sowie Platz für Außengastronomie bieten sollen. „Das Ziel ist es, einladende Stadträume zu schaffen, die zum Verweilen animieren“, so der Planer. Dabei werden vier alte Bäume gefällt, doch gleichzeitig sollen zahlreiche Neupflanzungen erfolgen, um die grüne Lunge von Harburg zu stärken.

Ein weiteres Highlight wird das Lüneburger Tor sein, das in einen platzartigen Raum umgestaltet wird. Mit bunten Baumpflanzungen und einem bodenbündigen Wasserspiel soll ein attraktiver Ort geschaffen werden, der ein neues Zentrum für soziale Interaktionen bietet.

Wettbewerb und Beteiligung

Die Neugestaltung wurde durch einen zweiphasigen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, an dem insgesamt zehn Architekturbüros teilnehmen konnten, fünf davon wurden zur weiteren Teilnahme eingeladen. Die Planungskosten liegen bei etwa 800.000 Euro und werden durch RISE-Mittel sowie die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende finanziert. Ausschreibungen Deutschland verweist darauf, dass die Baumaßnahmen insgesamt eine Investition von circa 4,5 Millionen Euro erfordern.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden vom 28. Januar bis 17. Februar 2026 in einer Ausstellung im Harburger Rathaus präsentiert. Diese Veranstaltung bietet nicht nur einen Einblick in die Entwurfsprozesse, sondern auch die Gelegenheit für die Bürger, ihre Ideen und Anregungen zur Stadtentwicklung einzubringen. Ein Dialog über die Gestaltung des öffentlichen Raums ist entscheidend, um gemeinsamen gesellschaftlichen Nutzen zu stiften, wie es auf nationale-stadtentwicklungspolitik.de betont wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Harburg hat mit dieser Neugestaltung der Lüneburger Straße die Chance, zu einem attraktiveren und einladenderen Ort für alle zu werden. Eine Investition in die Zukunft der Stadt, die nicht nur ästhetisch sondern auch sozial von großer Bedeutung ist.