Protestwelle in Hamburg: Schüler und Studierende gegen Wehrdienstpflicht!
Am 5.12.2025 finden in Hamburg mehrere Streikveranstaltungen gegen das neue Wehrdienstgesetz statt. Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, teilzunehmen.

Protestwelle in Hamburg: Schüler und Studierende gegen Wehrdienstpflicht!
In Hamburg wird heute laut ndr.de kräftig protestiert. Anlass ist die Zustimmung des Bundestages zu einem neuen Wehrdienstgesetz, das Diskussionen und Widerstand auslöst. Jugend- und Studierendenorganisationen haben dazu landesweit zu Streikveranstaltungen aufgerufen, die auch in unserer Stadt stattfinden. Organisiert werden die Proteste von der Jungen GEW, ver.di Jugend und dem AStA der Universität Hamburg.
Für Schülerinnen und Schüler geht es nach den ersten beiden Schulstunden zum Hachmannplatz in der Innenstadt. Dort beginnt um 10 Uhr die Hauptdemonstration. Auch ehemalige Schüler sind herzlich eingeladen, sich den Demonstrierenden anzuschließen. Zudem findet am Von-Melle-Park eine Zubringerdemo unter dem Motto „Studierende gegen die Wehrpflicht“ statt, die sich an die Hauptveranstaltung anschließt.
Erwartungen und Organisation der Proteste
Für den Nachmittag ist eine weitere Veranstaltung um 16 Uhr auf dem Stephansplatz angesetzt, organisiert von den Jugendorganisationen des DGB und ver.di. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 1.500 Teilnehmenden, die geschlossen für klarere Prioritäten in der Bildung und Gesellschaft eintreten.
Um die Teilnehmenden zu mobilisieren, wurden Elternbriefe in Chatgruppen geteilt, die Argumente dafür liefern, warum Geld für den Wehrdienst besser in Bildung, Ausbildungsplätze und Klimaschutz investiert werden sollte. Auf den Treffen kommt es auch zu einer Diskussion über den Unterrichtsausfall, da die Schulbehörde angekündigt hat, dass Schüler, die an den Protesten teilnehmen, unentschuldigt fehlen werden. Eltern können ihre Kinder nicht vom Unterricht befreien, und verpasste Klausuren müssen mit null Punkten gewertet werden. Missliche Lage für viele Familien.
Und was ist der Hintergedanke?
Der Hintergrund dieser Proteste ist mehr als bloß der Streit über das neue Gesetz: Nach 14 Jahren Aussetzung der Wehrpflicht plant die Bundesregierung, sie wieder einzuführen. Daher wird klar, dass die Debatte nicht nur um einen neuen Wehrdienst, sondern auch um die Priorisierung von Investitionen in den Bildungssektor sowie soziale Themen geführt wird.
Die Proteste finden dabei nicht nur in Hamburg statt, sondern auch in Städten wie Lübeck und anderen Orten bundesweit. Die Stimmung ist geladen, die Demonstrierenden sind entschlossen, auf die Missstände aufmerksam zu machen und eine Veränderung einzufordern.
Die Entwicklungen um den Wehrdienst sind nicht nur für die Beteiligten von Bedeutung, sondern betreffen uns alle. Jugendliche, Eltern und Bildungsexperten sind gefordert, sich in der Debatte einzubringen, denn hier liegt etwas an, das weitreichende Konsequenzen haben könnte.