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Heute ist der 23.03.2026. In der heutigen Ausgabe unseres Wissenschaftsmagazins werfen wir einen Blick auf die umfangreiche Dokumentation der Mitgliedschaften in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Die Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern bietet einen unvollständigen Überblick über Personen, die der DAP bzw. der NSDAP seit 1925 angehörten. Diese Mitglieder sind nach ihrer Mitgliedsnummer sortiert, beginnend mit der niedrigsten.

Für die Forschung stehen die NSDAP-Zentralkartei und die NSDAP-Gaukartei zur Verfügung, die im Bundesarchiv am Standort Berlin-Lichterfelde verwahrt werden. Beide Karteien wurden um 2020 vollständig digitalisiert, und es sind beeindruckende 8.289.661 Karten in der Gaukartei sowie 4.427.351 in der Zentralkartei erhalten geblieben. Schätzungen zufolge sind etwa 80 bis maximal 90 Prozent der Parteimitglieder über diese Karteien nachweisbar.

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Digitale Zugänglichkeit und Nutzung

Zusätzlich sind über 16 Millionen digitale Objekte zur NSDAP-Mitgliederkartei online verfügbar, was eine wertvolle Ressource für Historiker und Interessierte darstellt. Eine Online-Suche im Katalog der US-Nationalarchive ermöglicht es, gezielt nach Mitgliedern zu suchen. Die Suche erfolgt unkompliziert, ohne Anmeldung oder Antrag, und umfasst Optionen wie Nachname, Vorname sowie Kombinationen mit Wohnort oder Geburtsdatum. Für genauere Ergebnisse wird empfohlen, Anführungszeichen zu verwenden.

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Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es seit der Verfügbarkeit der Online-Suche häufig zu Serverüberlastungen kommt, was auf die hohe Nachfrage zurückzuführen ist. Geduld ist gefragt, da nicht jede Suchanfrage sofort erfolgreich sein wird. Zudem können etwa 20 Prozent der Kartei als verloren gelten, was die Recherche erschwert.

Mitgliedschaften und Auszeichnungen

Die NSDAP hatte im Jahr 1945 rund 8,5 Millionen Mitglieder. Ein besonderer Aspekt der Mitgliedschaft ist das Goldene Parteiabzeichen, das ab Ende 1933 in der Regel an alle Parteimitglieder mit einer Nummer unter 100.000 und ununterbrochener Mitgliedschaft verliehen wurde. Bei der Neugründung der NSDAP am 27. Februar 1925 mussten alle Mitglieder erneut einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen; alte Mitgliedsnummern wurden nicht übernommen.

Im Bundesarchiv sind nicht nur die NSDAP-Mitgliederkarteien im Original und digitalisiert vorhanden. Auch Informationen über Mitglieder der Wehrmacht können dort angefragt werden, wobei die Auskunft kostenfrei ist. Eine formale Anfrage ist erforderlich, um diese Informationen zu erhalten. Leider ist die Online-Suche in Deutschland aufgrund gesetzlicher Schutzfristen, die 100 Jahre nach Geburt und 10 Jahre nach Tod gelten, nicht frei zugänglich.

Erhalt und Bedeutung der Karteien

Der Erhalt der NSDAP-Mitgliederkartei ist vor allem Hanns Huber zu verdanken, der das Verbrennen der Karten verhinderte. Das Ziel des Bundesarchivs ist es, die Mitgliederkartei online zu stellen, sobald die entsprechenden Fristen ablaufen. Dies wird dazu beitragen, die Forschung über die NSDAP und ihre Mitglieder weiter zu fördern und zu erleichtern.

In Anbetracht der historischen Bedeutung dieser Dokumente bleibt die Aufarbeitung der NSDAP-Mitgliedschaften ein wichtiges Thema in der Geschichtsforschung. Der Zugang zu diesen Informationen bietet nicht nur Einblicke in die Strukturen der Partei, sondern auch in die sozialen und politischen Zusammenhänge der damaligen Zeit. Die Nutzung der digitalen Archive könnte in Zukunft eine noch größere Rolle in der Aufarbeitung dieser Geschichte spielen.