Am Dienstagmittag, dem 17.02.2026, kam es im Einkaufszentrum Jenfeld zu einem alarmierenden Vorfall: Eine giftige Chemikalie trat aus, was zu einer sofortigen Evakuierung des gesamten Gebäudes führte. Die Ursache für die gefährliche Situation war das versehentliche Aufreißen einer Kühlmittelleitung während der Demontage einer alten Klimaanlage. Zwei Frauen, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Einkaufszentrum aufhielten, klagten über gesundheitliche Probleme und mussten notärztlich versorgt werden, wobei eine von ihnen sogar ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Der Sicherheitsdienst und die Polizei handelten schnell und räumten das Einkaufszentrum vorsorglich, um weitere Gefahren zu vermeiden. Feuerwehrleute waren ebenfalls vor Ort und nahmen das Kältemittel mit einem Bindemittel auf, während sie die betroffenen Räume belüfteten. Nach etwa zwei Stunden konnte das Einkaufszentrum schließlich wieder geöffnet werden, und die Situation wurde unter Kontrolle gebracht. Für weitere Informationen zu diesem Vorfall können Sie den Artikel auf NDR nachlesen.
Gefahren im Umgang mit Chemikalien
Der Vorfall in Jenfeld wirft ein Licht auf die Gefahren, die im Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen bestehen. Unfälle wie der in Jenfeld sind nicht die einzigen, die in der Vergangenheit dokumentiert wurden. Ein Beispiel ist ein Vorfall in einem Hotel, bei dem eine Mitarbeiterin aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit 80%iger Essigsäure Verätzungen an ihren Händen erlitt. Trotz der Verfügbarkeit von weniger aggressiven Reinigungsmitteln wie Zitronensäure verwendete die Mitarbeiterin die gefährliche Substanz, da sie nicht ausreichend über die Auswahl, Gefährdungen und Dosierung von Reinigungsmitteln unterwiesen wurde. Dies zeigt, wie wichtig die richtige Schulung und Unterweisung im Umgang mit Chemikalien ist. Weitere Informationen zu ähnlichen Vorfällen finden Sie auf der Webseite der BGN.
Ein weiterer Vorfall verdeutlicht die Risiken im Umgang mit Reinigungslösungen: Ein Mitarbeiter, der das Milchsystem einer Kaffeemaschine reinigen wollte, verwendete versehentlich ein normales Trinkglas anstelle des üblichen Plastikbechers. Das Glas war zuvor mit Wasser gefüllt und von einem Kollegen benutzt worden, der unwissentlich die Reinigungslösung trank, was zu einer Reizung der Schleimhäute führte. Solche Vorfälle betonen die Notwendigkeit von klaren Verfahren und der richtigen Ausrüstung bei der Arbeit mit Chemikalien.
Prävention und Handlungshilfen
Um solche Unfälle zu vermeiden, bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) praxisbezogene Handlungshilfen an, die den Umgang mit Gefahrstoffen im Betrieb erleichtern. Diese Hilfen umfassen Anleitungen, Checklisten und Schutzleitfäden, die speziell für verschiedene Tätigkeiten, Branchen und Stoffe entwickelt wurden. Sie unterstützen Betriebe dabei, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter angemessen geschult werden und die richtigen Schutzmaßnahmen ergreifen. Diese Handlungshilfen können helfen, kostspielige Arbeitsplatzmessungen zu vermeiden, indem sie standardisierte Arbeitsverfahren vorstellen. Weitere Informationen sind auf der Seite der BAuA zu finden.
Die Ereignisse im Einkaufszentrum Jenfeld unterstreichen die Bedeutung von Sicherheit und Schulung im Umgang mit Chemikalien. Jedes Unternehmen sollte sicherstellen, dass seine Mitarbeiter gut informiert und vorbereitet sind, um Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.