Fortschritte und Rückschläge: Wandsbeks Stadtteile im RISE-Programm!
Förderprojekte im Hamburger Bezirk Wandsbek: Fortschritte und Herausforderungen in sozial schwächeren Stadtteilen 2025.

Fortschritte und Rückschläge: Wandsbeks Stadtteile im RISE-Programm!
In Hamburg gibt es seit Jahren eine gezielte Förderung von weniger wohlhabenden Stadtteilen, und der Bezirk Wandsbek ist dabei ein wichtiges Fokusgebiet. Wie NDR berichtet, wurden vier RISE-Gebiete in Wandsbek identifiziert: Jenfeld, Rahlstedt-Ost, Steilshoop und Tegelsbarg. In diesen Stadtteilen soll die Lebensqualität verbessert werden, indem Parks, Aufenthaltsorte sowie barrierefreie Wege geschaffen werden. Dabei ist der Aufbau von Begegnungsräumen eine zentrale Maßnahme, um sozialen Zusammenhalt zu fördern.
In den vergangenen Jahren sind zwar Fortschritte zu verzeichnen, besonders in Rahlstedt-Ost und Tegelsbarg, wo Jugendzentren renoviert wurden. Doch es gibt auch große Lücken. So sind die Fuß- und Radwege in Tegelsbarg fünf Jahre nach Projektbeginn noch beschädigt, und in Rahlstedt-Ost stehen zu wenig private Spielflächen zur Verfügung – der öffentliche Spielplatz ist derzeit nicht nutzbar. Jenfeld leidet unter städtebaulichen Missständen rund um das Einkaufszentrum und die Gubener Straße. Hier besteht ganz offensichtlich noch Handlungsbedarf.
Stadtteilförderung erweitert
Um den Herausforderungen in diesen Gebieten besser begegnen zu können, hat der Hamburger Senat entschieden, die RISE-Förderung um drei Jahre zu verlängern. Dies betrifft die Stadtteile Rahlstedt-Ost, Jenfeld und Tegelsbarg. Hierbei ist Steilshoop besonders hervorzuheben: In diesem Bereich sind bereits Fortschritte sichtbar, und die Neuabgrenzung des Gebiets sorgt dafür, dass auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen eine Erschwinglichkeit gegeben ist. In etwa einem Jahr wird es zudem möglich sein, Bewerbungen für Steilshoop einzureichen, wie Hamburg.de informiert.
Die Integrierte Stadtteilentwicklung hat die Aufgabe, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Hierbei wird darauf geachtet, dass verschiedene Fachrichtungen in der Stadterneuerung koordiniert zusammenarbeiten. Das Ziel bleibt die Schaffung einer gerechten und lebenswerten Stadt für alle, was nicht zuletzt durch die Bereitstellung von Fördermitteln des Rahmenprogramms der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE) unterstützt wird.
Förderung von sozialem Zusammenhalt
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Stadtentwicklung ist die Förderung des sozialen Zusammenhalts. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sorgt mit Fördermitteln dafür, dass integrative Begegnungsräume für alle Menschen geschaffen werden, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Religion. Wie BMWSB erläutert, stellen Bund und Länder erhebliche Mittel bereit, um lebenswerte Quartiere zu gestalten. Der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ fördert darüber hinaus bauliche Sanierungen sowie den Ausbau und Neubau sozialer Infrastruktureinrichtungen wie Bildungseinrichtungen und Bürgerhäuser.
Mit insgesamt 200 Millionen Euro jährlich zwischen 2017 und 2020 wurde eine Vielzahl von Maßnahmen in etwa 550 Kommunen unterstützt. Diese Projekte sind teilweise bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. Die Schaffung von Begegnungszentren und die Verbesserung des Wohnumfeldes sind zentrale Bestandteile dieser Strategie, um den sozialen Zusammenhalt in den Quartieren nachhaltig zu stärken.
Bei all diesen Bemühungen bleibt jedoch eines festzuhalten: Es gibt planerische und rechtliche Unklarheiten, die in den Hamburger Bezirksämtern angegangen werden müssen. Der Ausschuss soll klären, ob das geltende Baurecht dabei als Hindernis fungiert. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob diese Maßnahmen nicht nur Papier, sondern auch in der Realität Fortschritte für die Menschen in Wandsbek bringen.