Die chirurgische Landschaft in Hamburg zeigt sich dynamisch und vielschichtig. In den letzten 12 Monaten wurden in der Hansestadt insgesamt 5.448 Bauchraumeingriffe an 34 Krankenhäusern durchgeführt. Dies verdeutlicht die hohe Nachfrage nach chirurgischen Behandlungen, insbesondere bei Gallenblasenoperationen und bariatrischen Verfahren zur Bekämpfung von Adipositas. Diese Eingriffe verbessern nicht nur die Lebensqualität der Patient:innen, sondern tragen auch zur Reduktion von Begleiterkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen bei. Die Schön Klinik Hamburg Eilbek SE & Co. KG führt mit 929 bariatrischen Eingriffen die Liste der Kliniken an, während das Albertinen Krankenhaus-Albertinen Haus 410 Gallenblasenentfernungen durchführte.

Ein entscheidender Faktor für die Qualität der Patientenversorgung ist der Pflegepersonalquotient (PpQ). Dieser beschreibt das Verhältnis der Anzahl der Vollzeitkräfte des Pflegepersonals in der unmittelbaren Patientenversorgung zum Pflegeaufwand eines Krankenhauses. Der PpQ in Hamburg liegt bei 43,26, was unter dem deutschlandweiten Median von 49,16 verzeichnet ist und auf eine durchschnittlich niedrigere Belastung der Pflegekräfte hinweist. Das Asklepios Westklinikum GmbH hat mit einem Pflegequotienten von 40,66 das beste Betreuungsverhältnis für Bauchraumoperationen, während das Albertinen Krankenhaus mit einem PpQ von 59,19 als unterdurchschnittlich gilt.

Die Rolle der Pflegekräfte in der Patientenversorgung

Die Pflegepersonalquotienten werden jährlich vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ermittelt und bis zum 31. Oktober veröffentlicht. Diese Daten enthalten auch die prozentuale Zusammensetzung des Pflegepersonals nach Berufsbezeichnungen. In der Diskussion um die Verbesserung der Pflegebedingungen und die Sicherstellung der Patientenversorgung bleibt der PpQ ein zentrales Thema. Einrichtungen, die die Untergrenze unterschreiten, müssen mit Sanktionen wie Vergütungsabschlägen rechnen. Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Pflegepersonalquotienten bleibt auch 2025 unverändert.

Ein Blick auf die Gallenblasenoperationen zeigt, dass diese häufig aufgrund von Gallensteinen oder Entzündungen durchgeführt werden. In der Schön Klinik Hamburg Eilbek wurden beispielsweise 329 Gallenblasenentfernungen mit einem PpQ von 50,93 vorgenommen, was als mittel eingestuft wird. Das Israelitische Krankenhaus Hamburg hingegen führte 402 Gallenblasenentfernungen durch und weist einen überdurchschnittlichen Pflegequotienten von 47,27 auf.

Fazit und Ausblick

Insgesamt ist die Situation in Hamburg ein Spiegelbild der Herausforderungen und Chancen im Gesundheitswesen. Die hohe Anzahl an Eingriffen und die damit verbundene Notwendigkeit einer adäquaten Pflege weisen auf die Wichtigkeit der professionellen Unterstützung im Krankenhaus hin. Der PpQ, der als Indikator für die Betreuungsintensität dient, bleibt ein zentrales Anliegen, sowohl für die Einrichtungen als auch für die Patient:innen. Es bleibt zu hoffen, dass die kontinuierliche Diskussion und die Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegebedingungen zu einer nachhaltig positiven Entwicklung im Gesundheitssektor führen.

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Für weiterführende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Hamburger Gesundheitslandschaft, können Sie die ausführlichen Berichte auf news.de, nag-hamburg.de und g-drg.de einsehen.