Im Hamburger Norden, genauer gesagt in Farmsen-Berne, liegt die ehemalige Industriemülldeponie Neusurenland, die seit Jahren ein drängendes Umweltproblem darstellt. Mit einer Fläche, die größer ist als sechs Fußballfelder, wurde die Deponie bis 1966 mit Industrieabfällen, Bauschutt und Müll gefüllt. Heute ist der Boden bis in zehn Meter Tiefe mit Schadstoffen wie Arsen und giftigen Kohlenwasserstoffen verseucht. Trotz dieser Belastungen geben die zuständigen Behörden Entwarnung: Die Gase, die von der Deponie ausgehen, stellen keine Gefahr für Anwohner dar. Quelle.

Die Sanierung des kontaminierten Bodens könnte laut einem Gutachten von vor fünf Jahren etwa 200 Millionen Euro kosten, was als unmöglich angesehen wird. Dennoch plant die Bezirksversammlung Wandsbek in dieser Woche, die Nutzungsmöglichkeiten des Geländes zu klären. Dabei stehen Themen wie die Überwachung des Sickerwassers, die Flussrichtung und Schadstoffmessungen auf der Agenda. Eine mögliche zukünftige Nutzung könnte in Form von Wohnungsbau oder als Parkfläche diskutiert werden.

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Überwachung und Untersuchung der Deponie

Die Altablagerung Neusurenland wird seit vielen Jahren durch regelmäßige Gas- und Grundwasseruntersuchungen überwacht. Diese Ergebnisse zeigen, dass die derzeitige Nutzung gefahrlos möglich ist. Allerdings sind für alternative Nutzungen, wie Wohnungsbau, weitergehende Untersuchungen notwendig. Im Sommer 2018 führte die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) umfassende Bohrungen über die gesamte Fläche der Altablagerung durch, um die Ausdehnung, Tiefe und den Aufbau der Deponie zu erkunden. Die Proben aus dem Bohrmaterial wurden in einem Umweltlabor untersucht, um fundierte Entscheidungen über eine mögliche Sanierung zu treffen. Quelle.

Für die Sanierung wurden vier Varianten erarbeitet, die alle technisch umsetzbar sind. Diese reichen von einem Komplettaushub des Altablagerungsmaterials für Wohnbebauung bis hin zur Nutzung der gesamten Fläche als Sport- und Freizeitgelände. Die Ausdehnung der Altablagerung beträgt circa 46.000 Quadratmeter, wobei das Altablagerungsvolumen auf ungefähr 450.000 Kubikmeter geschätzt wird. Es handelt sich überwiegend um mineralisches Material mit flüssigen Industrieabfällen. Quelle.

Rechtliche Grundlagen und Definitionen

Im Kontext der Altablagerung Neusurenland ist es wichtig, die rechtlichen Grundlagen zu berücksichtigen. Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) definiert Altlasten als stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen und Grundstücke mit abgelagerten Abfällen, die schädliche Bodenveränderungen oder Gefahren für die Allgemeinheit verursachen können. Sanierungsmaßnahmen sind im Sinne des Gesetzes definiert als Maßnahmen zur Beseitigung oder Verminderung von Schadstoffen sowie zur langfristigen Verhinderung der Schadstoffausbreitung. Quelle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ehemalige Deponie Neusurenland zwar mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist, jedoch auch das Potenzial für eine zukünftige Nutzung bietet. Die Diskussion über die bestmögliche Nutzung des Geländes wird in den kommenden Wochen und Monaten sicher spannend bleiben, da die Bezirksversammlung Wandsbek weiterhin klärende Schritte unternehmen möchte.