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Die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e. V. feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und ist damit ein fester Bestandteil der Hamburger Kunstszene. Gegründet wurde der Verein 1925 in Hamburg mit dem Ziel, Kunst für alle erschwinglich zu machen, indem Druckgrafiken in höherer Auflage angeboten werden. Diese Initiative geht auf den Lehrer Johannes Böse zurück, der auch als Gründer des Vereins gilt. Als beeindruckendes Ergebnis seiner Vision sind mittlerweile rund 4.500 Mitglieder stolz darauf, Teil dieses lebendigen Vereins zu sein, der sich der Bewahrung traditioneller Drucktechniken widmet und moderne Vervielfältigungsmethoden nutzt.

Die Geschäftsstelle der Griffelkunst befindet sich in der Oberaltenalle 78, 22081 Hamburg, und wird von einem engagierten Team um Geschäftsführer Dirk Dobke und den Vorsitzenden Petra Roettig, Christina Berking, Veit Mauritz, Andreas Hölscher und Petra Kluge geleitet. Die hohe Nachfrage nach Mitgliedschaften führt oft zu Wartezeiten von mehreren Jahren, was die Beliebtheit und Relevanz des Vereins unterstreicht. Der Verein veranstaltet vier Wahlen pro Jahr, bei denen Mitglieder aus signierten Originalgrafiken und historischen Fotografien wählen können, wobei jede Grafik nur einmal pro Mitglied erhältlich ist.

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Ein Rückblick auf die Geschichte

Die Wurzeln der Griffelkunst-Vereinigung reichen bis in die 1920er Jahre zurück. Ursprünglich in der Volksschule Hamburg-Langenhorn ansässig, zog der Verein 1931 in die Fritz-Schumacher-Schule, wo Böse über sieben Jahrzehnte lang mit Schülerinnen und Schülern arbeitete. Bereits in den Anfängen trafen Arbeiten lokaler Künstler auf großes Interesse, und Böse förderte die künstlerische Bildung. Die Unterstützung der Kunsterziehungsbewegung war ihm ein besonderes Anliegen, was auch in der Entwicklung des Vereins sichtbar wurde.

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Die erste Wahlausstellung fand in der Schule statt und bot 50 bis 60 Grafiken zur Auswahl. Interessanterweise erlebte die Griffelkunst-Vereinigung 1933 mit über 1.000 Mitgliedern bereits einen großen Zulauf und wurde in die Reichskammer der Bildenden Künste aufgenommen. Während die Jahre vergingen, verwandelte sich der Verein in einen demokratisch geführten, der ab den 1960er Jahren auch zeitgenössische Kunst und historische Fotografien in sein Programm aufnahm.

Jubiläumsausstellung und aktuelle Projekte

Die Jubiläumsausstellung zum 100-jährigen Bestehen wird am 20. November um 17 Uhr in der Fritz-Schumacher-Schule eröffnet. Diese Ausstellung zeigt nicht nur Grafiken aus der Sammlung der Griffelkunst, sondern auch aktuelle Arbeiten von Schülerinnen und Schülern. Diese kreativen Arbeiten sind das Ergebnis von Workshops, die in Zusammenarbeit mit der Griffelkunst und dem Museum der Arbeit entstanden sind. Diese Initiative zeigt treffend die Bedeutung von Kunst in der Schule und die Zugänglichkeit von Originalen für junge Künstler.

Berühmte Künstler wie Gerhard Richter und Sigmar Polke haben bereits Werke speziell für die Griffelkunst-Vereinigung gestaltet, was die Wertschätzung des Vereins in der Kunstwelt verdeutlicht. Rund 90 ehrenamtliche Gruppen in Deutschland und 11 hauptberufliche Mitarbeiter unterstützen den Verein dabei, Kunst für alle zugänglich zu machen.

Für die Griffelkunst-Vereinigung steht die künstlerische Bildung im Mittelpunkt. Dadurch profitieren unzählige Schülerinnen und Schüler bis heute von der visionären Idee Johannes Böses, Kunst nicht nur als für Eingeweihte zugänglich zu betrachten, sondern als Teil einer breiten Bildung zu begreifen. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Kunst und Bildung Hand in Hand gehen.

Für weitere Informationen rund um das Jubiläum und die Aktivitäten der Griffelkunst-Vereinigung können Interessierte die Wikipedia-Seite besuchen oder den Hamburg.de-Artikel lesen.