Heute ist der 8.02.2026 und wir befinden uns in Hamburg-Nord. In der Hansestadt ist der Verkehr nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema. Laut dem aktuellen „TomTom Traffic Index“ bleibt Hamburg auch im Jahr 2025 das Stau-Zentrum Norddeutschlands. Autofahrer müssen sich auf eine durchschnittliche Fahrzeit von 26,2 Minuten für eine zehn Kilometer lange Strecke einstellen. Damit rangiert Hamburg auf dem vierten Platz im deutschlandweiten Ranking, hinter Frankfurt am Main, Berlin und Leipzig. Die nächste norddeutsche Stadt im Ranking ist Hannover, die mit 24,7 Minuten auf Platz 7 landet, gefolgt von Bremen auf Platz 16 mit 21,8 Minuten und Kiel auf Platz 26 mit 16,5 Minuten.
Besonders auffällig ist, dass sich die Fahrzeit im Hamburger Umland um 32 Sekunden auf nunmehr 16,5 Minuten erhöht hat. An Wochentagen sieht es um 8 Uhr besonders düster aus, denn dann benötigt man durchschnittlich 29,3 Minuten für eine zehn Kilometer Fahrt im Stadtzentrum. Am Wochenende sind es immerhin noch 20,2 Minuten. Zu den Spitzenzeiten um 16 Uhr wird es am langsamsten: Hier muss man mit bis zu 30,7 Minuten rechnen. Um 14 Uhr an Wochenenden herrscht die höchste Verkehrsdichte mit 27,9 Minuten für zehn Kilometer. Diese Zahlen verdeutlichen, wie sehr der Verkehrsfluss von verschiedenen Faktoren wie Infrastruktur, Wetter, Baustellen und Fahrverhalten beeinflusst wird.
Verkehrsdaten und Stauquoten
Die Daten für Hamburg im Jahr 2025 basieren auf der Analyse von über 3,65 Billionen km weltweit gesammelter Verkehrsdaten. Dabei wurde anonymisiert von Fahrern im Großraum Hamburg und der Innenstadt über das gesamte Straßennetz erfasst. Die durchschnittliche Stauquote liegt bei 49,3%, was einen Anstieg von 2,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Für eine zehn Kilometer lange Strecke beträgt die durchschnittliche Fahrzeit nun 26 Minuten und 5 Sekunden, was 33 Sekunden länger ist als 2024.
Ein Blick auf den schlechtesten Reisetag des Jahres, den 6. November 2025, zeigt, dass die städtischen Straßen an diesem Donnerstag besonders verstopft waren. An diesem Tag lag die durchschnittliche Stauquote bei alarmierenden 76%, und um 17 Uhr war die Situation mit einer Stauquote von 137% besonders gravierend. Autofahrer schafften in dieser Zeit nur noch 3,5 km in 15 Minuten. Die monatlichen Stauwerte für 2025 verdeutlichen diese Entwicklung weiter: Im Juni etwa lag der Wert bei 52, während er im Dezember wieder auf 48 zurückging.
Maßnahmen zur Verkehrsverbesserung
Um der steigenden Verkehrsdichte entgegenzuwirken, hat Hamburgs Verkehrsbehörde bereits Maßnahmen ergriffen. Dazu zählen digitale Lösungen bei Ampelschaltungen, eine bessere Koordination von Baustellen und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Trotz eines Rückgangs des Autoverkehrs um rund 11% seit 2019 bleibt die Stauproblematik eine große Herausforderung für die Stadt. Hinzu kommt, dass die HADAG, das Unternehmen für die innerstädtische Wasserbuslinie, mit zahlreichen ausgefallenen Fahrten zu kämpfen hat, insbesondere auf der Hauptlinie 62.
Der „TomTom Traffic Index“ liefert somit nicht nur Zahlen, sondern gibt auch einen Einblick in die Herausforderungen, vor denen Hamburg steht. Der Verkehr bleibt eine zentrale Frage für die Lebensqualität in der Stadt, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation zu entschärfen. Weitere Informationen zu den Verkehrsdaten finden Sie in den ausführlichen Berichten des [TomTom Traffic Index](https://www.tomtom.com/traffic-index/hamburg-traffic/) und dem [NDR](https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Autoverkehr-fliesst-laut-Studie-immer-langsamer,stau-260.html).