In Mülheim-Uhlenhorst steht eine beeindruckende, denkmalgeschützte Villa zum Verkauf, die als „Thyssens Legacy“ bekannt ist. Diese historische Villa, die um 1910/11 im englischen Landhausstil erbaut wurde, war einst der Wohnsitz der einflussreichen Thyssen-Dynastie, die das Ruhrgebiet maßgeblich prägte. Mit einer großzügigen Wohnfläche von rund 469 Quadratmetern bietet das Anwesen sechs Zimmer, die mit herrschaftlichen Kaminen, edlen Materialien und hohen Decken ausgestattet sind. Die architektonischen Details machen die Villa zu einem einzigartigen Juwel in der Region.
Die Immobilie befindet sich in einer weitläufigen, denkmalgeschützten Parkanlage, die das gesamte Erlebnis der Villa unterstreicht. Das Interieur umfasst eine zeitlos gestaltete Küche sowie ein Master-Bedroom mit offenem Bad en suite und Ankleidebereich. Ein privater Aufzug verbindet die verschiedenen Etagen, was zusätzlichen Komfort bietet. Im Untergeschoss erwartet die zukünftigen Eigentümer ein Spa-Bereich mit Pool und Sauna, während eine separate Souterrainwohnung von rund 102 Quadratmetern vielseitige Nutzungsmöglichkeiten eröffnet.
Ein Garten für die Sinne
Das Außengelände umfasst etwa 1.000 Quadratmeter Gartenfläche, inklusive einer Küchenterrasse mit Südausrichtung, die zum Entspannen im Freien einlädt. Zudem stehen vier Stellplätze sowie Tiefgaragenplätze zur Verfügung. Der Kaufpreis für diese exquisite Villa beträgt 2.290.000 Euro, und die Vermarktung erfolgt durch Engel & Völkers Mülheim. Die Zielgruppe sind Persönlichkeiten, die nicht nur architektonische Substanz, sondern auch die historische Bedeutung solcher Anwesen zu schätzen wissen [Quelle].
Die Geschichte der Villa
Die Villa Fritz Thyssen, auch bekannt als Landhaus Fritz Thyssen oder Villa Anita, wurde ebenfalls in den Jahren 1910/11 von den Krefelder Architekten Girmes & Oediger im englischen Landhausstil errichtet. Sie befindet sich im Broich-Speldorfer Wald in Mülheim an der Ruhr und wurde für Fritz Thyssen, den ältesten Sohn von August Thyssen, erbaut. Das Grundstück erstreckt sich über 70.000 m² und ist dem Stil eines englischen Herrensitzes nachempfunden. Die großzügig gestaltete Parkanlage enthält Lauben und Aussichtspunkte, die zum Verweilen einladen. Nach der Fertigstellung bezog Fritz Thyssen die Villa mit seiner Familie, musste jedoch 1939 vor dem NS-Regime aus Deutschland fliehen. Das Anwesen wurde daraufhin von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als Schulungsstätte für Kindergärtnerinnen genutzt [Quelle].
Die Villa des Industriebarons Josef Thyssen, die bis 1900 erbaut wurde, gilt als ein bedeutendes neobarockes Gebäude. Josef Thyssen war einer der reichsten Männer des Ruhrgebiets und lebte mit seiner Frau Klara viele Jahre in bescheidenen Verhältnissen. Die Errichtung der Villa war eine Folge der wirtschaftlichen Bedeutung des Thyssen-Konzerns. Die schlossähnliche Villa, die eine Wohn- und Nutzfläche von rund 1.500 qm hat, wurde nach dem Tod von Josef Thyssen im Jahr 1915 von seiner Familie bewohnt. Zuletzt lebte seine Schwiegertochter Jula dort, die 1981 verstarb. Auch dieses Gebäude ist denkmalgeschützt und zählt zu den Attraktionen der Route der Industriekultur [Quelle].