Neuer Roman von Carmen Korn: Hoffnung und Neuanfang in Hamburgs Trümmern

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Carmen Korns neuer Roman „In den Scherben das Licht“ erzählt von Neuanfängen in Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg.

Carmen Korns neuer Roman „In den Scherben das Licht“ erzählt von Neuanfängen in Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg.
Carmen Korns neuer Roman „In den Scherben das Licht“ erzählt von Neuanfängen in Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg.

Neuer Roman von Carmen Korn: Hoffnung und Neuanfang in Hamburgs Trümmern

In Hamburg wird aktuell ein neuer Roman veröffentlicht, der die Leser:innen in die Nachkriegszeit entführt. Der Titel von Carmen Korns neuestem Werk lautet „In den Scherben das Licht“. Die Handlung spielt im Jahr 1946, also kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Protagonisten Gisela, eine 14-Jährige, und Gert, ein 16-Jähriger, stehen vor der Herausforderung, aus den Trümmern ihrer zerrissenen Lebenswelt einen Neuanfang zu wagen. Welt.de berichtet, dass Korn erneut ihre Heimatstadt Hamburg als Schauplatz gewählt hat und sich intensiv mit der historischen Genauigkeit auseinandergesetzt hat. Ihre Werke sind bekannt für eine klare, präzise Sprache und dokumentarische Details.

Hinter dem Roman steckt nicht nur das literarische Talent von Korn, sondern auch ihre eigene Familiengeschichte. Ihr Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2016 mit der Jahrhundert-Trilogie „Töchter einer neuen Zeit“, die über zwei Millionen Mal verkauft wurde. Seit ihrer Kindheit hat sich Korn für die Erzählungen aus der Krieg- und Nachkriegszeit interessiert, besonders da in ihrer Familie reges Gespräch über diese Themen stattfand. Dabei waren es oft die Frauen, die solche Geschichten teilten, wie sie im Interview mit Rowohlt erklärt. Anfangs hatte sie den Eindruck, dass diese Erzählungen heiter waren, doch mit der Zeit erhielten sie einen ernsteren, reflektierenden Charakter.

Die Botschaft des Romans

Korns neues Werk beschreibt anschaulich die Realität der Nachkriegszeit in Hamburg. Dabei thematisiert sie nicht nur die Trümmerlandschaften und die Währungsreform, sondern auch den beginnenden Aufschwung, der als Wirtschaftswunder bezeichnet wird. Die Geschichte bleibt trotz der vielen Herausforderungen optimistisch und behandelt zentrale Themen wie Neuanfang, Wiederaufbau und die Zuversicht auf eine bessere Zukunft. Gisela und Gert, die sich gegen die Ängste und Unsicherheiten ihrer Zeit behaupten müssen, verkörpern dabei die Überlebenslust, die Korn von ihren eigenen Eltern übernommen hat.

In der Familie von Korn wurde offen über die Erlebnisse der Zeit gesprochen. Ihr Vater kehrte 1946 mit gerade mal 22 Jahren aus vier Jahren Krieg und Gefangenschaft in Russland zurück, was ebenfalls die Darstellungen seiner Überlebensgeschichte in den Roman eingewoben hat. Gert, einer der Hauptfiguren, hat jedoch Schwierigkeiten, die Leichtigkeit des Lebens zu finden, was einen starken Kontrast zur Unbeschwertheit Giselas darstellt. Die Zuversicht der Hauptfiguren wird stark von den Biografien ihrer Eltern beeinflusst.

Korn reflektiert auch über die gegenwärtige politische Lage und deren Einfluss auf ihr Schreiben. Sie gesteht: „Ich fühle mich von der Gegenwart überfordert und ziehe es vor, in der Vergangenheit zu bleiben“, was eine tiefere Ebene in der Erzählung anspricht und vielleicht den Schlüssel zu ihrer kreativen Inspiration offenbart.

Das literarische Werk von Carmen Korn ist somit nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Aufforderung, die hoffnungsvollen Aspekte des Lebens im Angesicht von Widrigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren.