Die humanitäre Lage in der Ukraine bleibt angespannt, und seit vier Jahren leidet das Land unter dem verheerenden Angriffskrieg Russlands. Doch die Solidarität in deutschen Städten bleibt stark, wie zuletzt die Mitglieder des Lions-Clubs Mülheim-Hellweg, des Rotary-Clubs Mülheim-Uhlenhorst sowie von Rotaract Mülheim/Oberhausen eindrucksvoll bewiesen haben. Diese engagierten Freiwilligen packten 220 Hilfspakete in einer Lagerhalle des Unternehmens Tonmedia, das freundlicherweise von Paul Otto bereitgestellt wurde. Laut lokalkompass.de umfasst die Lieferung haltbare Lebensmittel, medizinische Hilfsmittel und Kleidung.
Über 30 Tonnen Hilfsgüter sind seit Beginn des Krieges bereits in die Ukraine gebracht worden. Mit einem Spendenbetrag von 18.000 Euro, der zur Finanzierung des jüngsten Hilfstransports verwendet wird, zeigen die Mitglieder der Service-Clubs nicht nur ihr großartiges Engagement, sondern auch ihre Wertschätzung für die privilegierten Lebensverhältnisse hierzulande. Präsident Hendrik Zerres von den Uhlenhorster Rotariern hebt die Bedeutung einer kontinuierlichen und nachhaltigen Unterstützung für die notleidende Bevölkerung hervor. „Wir möchten den Ukrainern signalisieren, dass sie auch weiterhin auf unsere Hilfe zählen können“, so Zerres. Die logistische Unterstützung wurde durch die Städtepartnerschaftsgesellschaft Bochum-Donezk und die FRAGOL AG gewährleistet.
Herausforderungen vor Ort
Die humanitäre Situation in der Ukraine ist alarmierend. Rund 12,7 Millionen Menschen benötigen dringend Hilfe, und die Bedingungen verschärfen sich kontinuierlich, da der vierte Winter seit der Eskalation katastrophale Ausmaße annehmen kann. Temperaturen von bis zu minus 20 Grad sind keine Seltenheit, und in Kiew sowie der näheren Umgebung haben etwa 200.000 Menschen keinen Zugang zu Heizung und Strom. Besonders betroffen sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder.
Um in dieser Krise zu helfen, arbeitet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eng mit dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK) zusammen. Über 16 DRK-Mitarbeitende sind direkt vor Ort, unterstützen bei der Grundversorgung und der Entwicklung von Gemeinschaftszentren für soziale Dienste. Laut drk.de bietet das DRK verschiedene Hilfsangebote an, darunter Unterkünfte, Bargeldhilfen sowie Unterstützung für Binnenvertriebene. Mobile Gesundheitsstationen und Nothilfeteams sichern die medizinische Grundversorgung und helfen bei der Betreuung von besonders schutzbedürftigen Menschen.
Der Weg zur ukrainischen Grenze
Der Hilfstransport, der von Mülheim über Bochum nach Donezk in der Ukraine fährt, wird von der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. bis zur Übergabe vor Ort begleitet. Die hilfsbedürftigen Menschen in der Ukraine können sich dank des Engagements der deutschen Service-Clubs und der Unterstützung durch Organisationen wie das DRK auf eine stetige Versorgung hoffen.
Um die Hilfe weiter aufrechtzuerhalten, ruft das DRK zu Geldspenden auf, da derzeit keine Sachspenden mehr angenommen werden können. Die Vorgehensweise erfordert koordinierte Hilfslieferungen, um sicherzustellen, dass die bedürftige Bevölkerung bestmöglich unterstützt wird. Jedes kleine bisschen Hilfe zählt, denn die Menschen in der Ukraine brauchen auch weiterhin alle Unterstützung, die sie bekommen können.