In Hamburg-Nord stehen die Zeichen auf Veränderung: Die Koalition aus SPD, CDU und FDP hat große Pläne für die verkaufsoffenen Sonntage. Ziel ist es, die Regeln zu lockern und so besonders kleinen Läden und interessierten Gemeinschaften unter die Arme zu greifen. Denn bisher profitieren meist nur große Einkaufszentren von den wenigen erlaubten Sonntagen, was nicht im Sinne des lokalen Einzelhandels sein kann. Laut der Mopo wollen die Beteiligten Hürden abbauen und dadurch die Teilnahme an den Veranstaltungen attraktiver gestalten.

Aktuell dürfen Ladengeschäfte in Hamburg an nur vier Sonntagen im Jahr öffnen. Diese Regelung wird in der kommenden Zeit überarbeitet, um mehr Freiräume für Einzelhändler zu schaffen. In diesem Zuge ist ein neuer Fonds in Höhe von 30.000 Euro geplant, der es Interessengemeinschaften ermöglichen soll, ihre Veranstaltungskonzepte und Marketingmaßnahmen zu entwickeln. "Wir wollen, dass der lokale Einzelhandel von bestehenden Veranstaltungen profitiert", so Jara Jovanović, Sprecherin der SPD-Fraktion Nord.

Geplante Veranstaltungen 2026

Die geplanten verkaufsoffenen Sonntage in Hamburg für das Jahr 2026 umfassen drei spezielle Termine, die thematisch auf Inklusion, Kinder und Kultur abzielen:

  • 09.03.2026: Inklusion und Integration
  • 27.07.2026: Kinder, Jugend und Familie
  • 08.11.2026: Kultur

Interessierte Gemeinschaften aus Hamburg-Nord können Mittel für die Vorbereitung solcher Veranstaltungen beantragen. Bis zu 10.000 Euro pro Interessengemeinschaft stehen zur Verfügung, um Konzeptentwicklung und Marketing zu unterstützen. Der Antrag muss mit einem detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan eingereicht werden. Diese Informationen finden sich auf der Website von Hamburg.de.

Wichtige Rahmenbedingungen

Die gesetzlichen Bestimmungen zum verkaufsoffenen Sonntag besagen, dass an diesen Tagen ein bestimmter Anlass, wie ein Straßenfest oder eine Messe, gegeben sein muss. Außerdem dürfen die Geschäfte maximal sechs Stunden geöffnet sein und die Öffnungszeiten müssen außerhalb üblicher Gottesdienstzeiten liegen. In Hamburg gelten diese Regelungen entsprechend, analog zu den anderen Bundesländern, die maximal vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlauben – darunter finden sich auch Informationen zu anderen Bundesländern.

Die nächsten Termine für verkaufsoffene Sonntage in Hamburg sind der 28. September und der 2. November 2025. Ob diese und weitere geplante Sonntage im kommenden Jahr reibungslos umgesetzt werden können, bleibt abzuwarten.

Für Rückfragen zu den Antragsmodalitäten und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten steht Kaja Weber von der Pressestelle des Bezirksamts Hamburg-Nord zur Verfügung. Die Unterstützung für lokale Einzelhändler und Gemeinschaften scheint auf einem guten Weg zu sein – ein Schritt, der gebraucht wird, um die Hafenstadt noch lebendiger zu gestalten.