In Altona-Nord hat das Jugendcafé (JuCa) nach umfangreicher energetischer Modernisierung wieder seine Türen geöffnet. Diese Sanierung wurde von der Sprinkenhof GmbH im Auftrag des Bezirksamts Altona durchgeführt und konnte mit einer Finanzierung aus Mitteln der Bürgerschaftsdrucksache 22-10299 realisiert werden. Die Gesamtkosten der Sanierung beliefen sich auf 412.000 Euro. Ziel dieser Maßnahmen war es, das Gebäude zukunftsfähig, energieeffizient und nachhaltig zu gestalten.
Zu den installierten Maßnahmen gehören unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine moderne Wärmepumpe, die Erneuerung und Dämmung der Innenraumdecke sowie die energetische Ertüchtigung von Fenstern und Türen. Darüber hinaus wurde die Elektrik vollständig aktualisiert, die Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt und neue energiesparende Küchengeräte eingesetzt. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Energieverbrauch nachhaltig senken, sondern auch langfristig die Betriebskosten reduzieren.
Ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche
Das Jugendcafé Altona-Nord ist seit Dezember 1994 ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 27 Jahren. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Campusschule Kieler Straße und bietet eine Vielzahl von Räumlichkeiten, darunter einen großen Aufenthaltsraum, eine Küche, zwei Mehrzweckräume sowie ein Büro für Mitarbeitende. Die Mehrzweckräume werden für Beratungen, Hausaufgabenunterstützung und schulische Angebote genutzt.
Die pädagogische Arbeit des Jugendcafés orientiert sich an der Globalrichtlinie „Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit in den Bezirken“. Durch die Vernetzung mit anderen Einrichtungen wird die soziale Infrastruktur in Altona-Nord weiter gestärkt. Das Jugendcafé bietet Sicherheit, soziale Teilhabe und Unterstützung im Übergang von Schule zu Beruf, was besonders für die jungen Menschen in der Region von Bedeutung ist.
Stärkung der sozialen Infrastruktur in Altona-Nord
Am 26. Juni 2025 hat die Bezirksversammlung Altona einstimmig einem Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt, der die Stärkung der Stadtteilarbeit und offenen Seniorenarbeit in Altona-Nord zum Ziel hat. Im Fokus steht dabei die soziale Infrastruktur rund um die Gefionstraße 3, wo sich unter anderem der B*Treff Altona-Nord sowie der AWO-Aktivtreff Louise Schroeder befinden. Diese Einrichtungen fördern soziale Teilhabe, kulturellen Austausch und ehrenamtliches Engagement.
Die steigende Nachfrage nach diesen Angeboten wird jedoch durch marode Bausubstanz, Platzmangel und energetische Mängel eingeschränkt. Patrick Müller-Constantin (SPD) hebt die Bedeutung der Gefionstraße 3 für das soziale Miteinander hervor, während Sabine Köster (SPD) die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung des Standorts betont. Der Antrag umfasst Maßnahmen zur Modernisierung und Erweiterung sowie die Identifizierung von Fördermitteln, um die strukturelle und finanzielle Absicherung der Träger zu verbessern.
Förderung energieeffizienter öffentlicher Gebäude
Die Sanierung des Jugendcafés steht im Einklang mit der Fördermaßnahme „Energieeffiziente öffentliche Gebäude“, die darauf abzielt, den Primärenergiebedarf durch energetische Sanierung um mindestens 50% zu senken. Die Energiebilanz nach der Sanierung soll über den gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes liegen. Gefördert werden nicht nur investive Maßnahmen, sondern auch nicht-investive Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz.
Diese Initiative ist besonders relevant für kulturelle Einrichtungen, Schulen und andere öffentliche Gebäude, die nicht für wirtschaftliche Tätigkeiten im Sinne des europäischen Beihilferechts genutzt werden. Die nachhaltige Gestaltung öffentlicher Gebäude ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Klimaschutz zu fördern und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhöhen.
Die Investitionen in die energetische Modernisierung des Jugendcafés und die geplanten Maßnahmen zur Stärkung der sozialen Infrastruktur in Altona-Nord zeigen, wie wichtig es ist, in die Zukunft unserer Stadt zu investieren. Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen und Bezirke, und Dr. Sebastian Kloth, Bezirksamtsleiter Altona, betonen die Bedeutung dieser Projekte sowohl für den Klimaschutz als auch für die soziale Verantwortung in der Region.