Heute ist der 20.04.2026 und die Stadt Dresden kann auf einen bedeutenden Fortschritt in der Rekonstruktion ihres historischen Residenzschlosses blicken. Die Arbeiten, die seit über 40 Jahren andauern, haben mit der Vollendung der Festetage einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ab dem kommenden Mittwoch dürfen Besucher die prächtigen Repräsentationsräume, darunter den Propositionssaal und den Großen Ballsaal, im Rahmen eines Rundgangs erkunden. Es ist das erste Mal seit vielen Jahrzehnten, dass alle Festsäle für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Die neue Dauerausstellung mit dem Titel „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ wird über 450 einzigartige Objekte präsentieren, darunter viele, die erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ausgestellt werden. Besonders im Großen Ballsaal werden höfische Festrequisiten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert gezeigt, darunter ein beeindruckendes Schlittenzeug mit über 500 Glöckchen, das einst Friedrich August II. gehörte.

Ein Blick in die Vergangenheit

Der Propositionssaal, ein Ort von historischer Bedeutung, war nicht nur für die staatliche Repräsentation wichtig, sondern auch Schauplatz der Proklamation der ersten sächsischen Verfassung im Jahr 1831. Diese Rekonstruktion ist ein Zeichen des Aufschwungs nach jahrzehntelanger Zerstörung und provisorischer Nutzung des Schlosses. Die umfassenden Arbeiten, die unter der Leitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) stattfinden, haben auch das Ziel, die historische Architektur mit modernen Handwerksarbeiten zu kombinieren.

Die Gesamtkosten für die Rekonstruktion belaufen sich auf rund 407 Millionen Euro, finanziert durch den Freistaat und den Bund. Der große Schlosshof und die Gotische Halle warten noch auf ihre Fertigstellung, die bis 2028 abgeschlossen sein soll. Die feierliche Eröffnung der vollständigen Rekonstruktion ist für das Frühjahr 2029 geplant.

Ein Fest für die Sinne

Die Wiederherstellung der beiden prunkvollen Säle umfasst nicht nur die Rekonstruktion der historischen Architektur, sondern auch die Integration moderner Technik für Beleuchtung, Elektrik und Klimatisierung. Fünf originale Leuchter, darunter ein großer Kronleuchter, kehrten zurück, und die hölzerne Ausstattung wurde vollständig rekonstruiert. Im Großen Ballsaal sind nur die Außenwände und einige Originalteile nach der Zerstörung im Jahr 1945 erhalten geblieben, was die Wiederherstellung zu einer echten Herausforderung machte.

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Die Räume werden im April 2026 für Besucher geöffnet, und die neue Dauerausstellung zur barocken Festkultur verspricht, ein zentraler Anziehungspunkt im Schloss zu werden. Gezeigt werden bedeutende Objekte, darunter der barocke Kurfürstenhut und die Sonnenmaske von Johann Melchior Dingliner. Die Rekonstruktion orientiert sich an dem historischen Umbau von 1838 bis 1854, der unter dem Hofbaumeister Otto von Wolframsdorff stattfand.

Für weitere Informationen zur Rekonstruktion des Dresdner Residenzschlosses und den bevorstehenden Ausstellungen, besuchen Sie bitte die Webseite der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.