Festnahme in Hamburg: Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge überstellt!

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Am 28.11.2025 wurde Serhij K., mutmaßlicher Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge, in Hamburg festgenommen. Ermittlungen dauern an.

Am 28.11.2025 wurde Serhij K., mutmaßlicher Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge, in Hamburg festgenommen. Ermittlungen dauern an.
Am 28.11.2025 wurde Serhij K., mutmaßlicher Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge, in Hamburg festgenommen. Ermittlungen dauern an.

Festnahme in Hamburg: Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge überstellt!

Am 28. November 2025 wurde in einer spektakulären Aktion ein mutmaßlicher Drahtzieher der dramatischen Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 nach Hamburg überstellt. Wie NDR berichtet, handelte es sich um den ukrainischen Staatsbürger Serhij K., der per Hubschrauber nach Hamburg gebracht und nun in Untersuchungshaft genommen werden soll.

Serhij K. saß zuvor drei Monate in Italien in Haft, nachdem er im August 2025 in Misano Adriatico festgenommen worden war. Die Festnahme erfolgte durch deutsche Polizeibeamte, basierend auf einem europäischen Haftbefehl, der am Montag ausgestellt worden war. Bei seiner Festnahme wies Serhij K. die Vorwürfe im polnischen Fernsehen zurück, doch es scheinen die Beweise, die gegen ihn sprechen, erdrückend zu sein.

Die Anschläge und ihre Folgen

Die Explosionen, die am 26. September 2022 die Pipelines beschädigten, hatten erhebliche Auswirkungen auf die geopolitische Lage in Europa, zumal sie zur Verschärfung der Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt beitrugen. Die beiden Pipelines, Nord Stream 1 und Nord Stream 2, waren vor allem dazu gedacht, russisches Erdgas nach Deutschland zu transportieren, wobei Nord Stream 2 nie in Betrieb genommen wurde. Die deutschen Staatsanwälte untersuchen derzeit den Fall weiterhin, während Ermittler bereits vor zwei Jahren Spuren von Unterwasserexplosivstoffen auf einer Yacht fanden, die im Rahmen der Untersuchung durchsucht wurde. Diese Yacht war vom Hafen Rostock aus gestartet und einige Verdächtige hatten sie unter falschen Identitäten gemietet.

Der mutmaßliche Koordinator Serhij K. wird beschuldigt, an den Anschlägen beteiligt gewesen zu sein, die als gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie als Sabotage gewertet werden. Der Prozess gegen ihn soll am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg stattfinden, wo aufgrund eines Abkommens zwischen den norddeutschen Bundesländern Staatsschutzverfahren verhandelt werden.

Ermittlungen und weitere Verdächtige

Die Ermittlungen haben ergeben, dass insgesamt sieben Männer an den Anschlägen beteiligt gewesen sein sollen, darunter vier Taucher. Ein mutmaßlich beteiligter ukrainischer Taucher, der in Polen in Untersuchungshaft saß, ist inzwischen wieder auf freiem Fuß, da die Justiz eine Auslieferung abgelehnt hatte. Die allgemeine Situation rund um die Nord-Stream-Anschläge bleibt angespannt, während der Druck auf die deutschen Staatsanwälte steigt, Klarheit in diesen komplexen Fall zu bringen.

In der politischen Landschaft kommt Serhij K.s Festnahme als ein „sehr beeindruckender Ermittlungserfolg“, so die Einschätzung der deutschen Justizministerin Stefanie Hubig. Ob und wann weitere Verdächtige in diesem Fall zur Rechenschaft gezogen werden, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen der schwedischen und dänischen Behörden, die 2024 eingestellt wurden, lassen Deutschland als die einzige nationenübergreifende untersuchende Instanz zurück.

In einer Zeit, in der der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die Weltwirtschaft und die geopolitischen Beziehungen prägt, ist es umso wichtiger, solche Vorfälle transparent aufzuklären, um Vertrauen in die internationale Sicherheit zu gewährleisten. Ob die weiteren Verfahrensschritte auch zur Aufklärung der Hintergründe der Anschläge beitragen können, bleibt zu hoffen.