In der dynamischen Welt der Bioprozess-Technik gibt es immer wieder spannende Neuerungen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der neue SciVario twin Controller, ein innovatives Produkt der Eppendorf SE, das die präzise Kontrolle von Bioprozessparametern ermöglicht. Mit einem integrierten Touch User Interface ausgestattet, verspricht der SciVario twin nicht nur Benutzerfreundlichkeit, sondern auch eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis bei der Steuerung von Bioreaktoren.
Besonders auffällig ist die Möglichkeit, zwei Glas- oder Single-Use-Bioreaktoren parallel oder individuell zu steuern. Das modulare Bay-Drawer-System lässt sich flexibel an sich ändernde Prozessbedingungen anpassen, was für Unternehmen ein echter Vorteil ist. Egal ob für Fermentation, Stammzell- oder Säugerzellkultur, der SciVario twin bietet eine breite Palette an Anwendungen und die Freiheit, aus verschiedenen Bioreaktormodellen und Betriebsarten zu wählen.
Moderne Technologie und einfache Installation
Ein schnelles Setup ist bei modernen Bioprozess-Anwendungen entscheidend. Deshalb wurde beim SciVario twin auf eine einfache Installation der Module des Bay-Drawer-Systems geachtet. Das bedeutet weniger Aufwand und weniger große Umstellungen, wenn sich die Prozessanforderungen ändern. Hochmoderne Funktionen, wie die parallele Kalibrierung von pH- und DO-Sensoren, erleichtern verschiedenen Anwendern die Arbeit erheblich.
Die Software-Lösungen sind ebenfalls bemerkenswert. Mit der DASware® control können Parameter präzise gesteuert werden, während die BioNsight® cloud ermöglicht, dass autorisierte Personen von überall auf Prozessdaten zugreifen können. Regelmäßige Updates machen den SciVario twin fit für die digitale Zukunft. Die Bedeutung digitaler Lösungen wurde vor kurzem auch beim 2. Berlin-BioTECH-Symposium thematisiert, auf dem die Fortschritte in der autonomen Entdeckung und Automatisierung diskutiert wurden. Hier rückt auch die Rolle von kognitiven Systemen in der Bioverfahrenstechnik und Chemie weiter in den Fokus, was sowohl Chemiker als auch Ingenieure zusammenbringt, um die drängendsten Fragen der Branche zu klären, wie TU Berlin berichtet.
Überwachung und Analyse: Der Schlüssel zur Effizienz
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Bioprozess-Technik ist die Überwachung und Analyse der Prozessparameter. Diese sind entscheidend, um die Produktion zu optimieren und die Produktqualität zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Prozessparametern gehören unter anderem Temperatur, pH-Wert und gelöster Sauerstoff. Jedes einzelne dieser Elemente hat unmittelbaren Einfluss auf die Enzymaktivität und den Zellstoffwechsel, wie idbs.com erklärt.
Fortgeschrittene Überwachungstechniken sind notwendig, um diese Parameter in Echtzeit zu verfolgen. Die Integration von Technologien wie Spektroskopie, Biosensoren und einer fundierten Datenanalyse sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Effizienz. Statistische Prozesskontrolle und multivariate Datenanalyse sind gängige Methoden, um die Stabilität von Prozessen sicherzustellen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Ein umfassender Ansatz unter dem Stichwort „Quality by Design“ fördert die systematische Kontrolle der Prozessparameter und die Identifizierung kritischer Qualitätsattribute, was für die Aufrechterhaltung von Standards in der Industrie unerlässlich ist.
Alles in allem zeigt die Entwicklung von Technologien wie dem SciVario twin und die stetige Verbesserung in den Bereichen Überwachung und Analyse, dass die Bioprozess-Technik auf einem spannenden und innovativen Weg ist. Mit modernen Werkzeugen sind Unternehmen besser gerüstet, um die Herausforderungen in der Branche zu meistern und weiterhin auf Qualität und Effizienz zu setzen.