In Hamburg gibt es einen besonderen Ort, der für viele Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung ist: das Trauma-Therapiezentrum Ankerland. Unter der Leitung von Dr. Andreas Krüger, einem erfahrenen Kinderpsychiater und Chefarzt, feiert die Einrichtung im April ihren zehnten Geburtstag. Ankerland hat sich auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 22 Jahren spezialisiert und nimmt jährlich zwischen 50 und 70 junge Patienten auf. Es handelt sich um ein ganzheitliches Therapiezentrum in Eppendorf, das 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Gründung von Ankerland resultierte aus einem wachsenden Bedarf an Trauma-Behandlungen, der in den frühen 2000er Jahren zunehmend erkannt wurde. Vor der Eröffnung baute Dr. Krüger am Universitätsklinikum Eppendorf eine Traumaambulanz auf, die erste ihrer Art in Deutschland. „Der Bedarf wurde lange Zeit nicht ausreichend erforscht“, erzählt er. Als er die Idee für Ankerland entwickelte, wollte er einen Raum schaffen, der langfristige therapeutische Begleitung bietet – weit entfernt von klassischen Klinikstrukturen.

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Ein sicherer Hafen für traumatisierte Kinder

Ankerland begann seine Reise als „Villa Kunterbunt“ – ein sicherer Hafen für Kinder, die unter schwersten Traumata leiden. Dazu gehören Erlebnisse von körperlicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und extremen Formen der Vernachlässigung. Viele der behandelten Kinder kommen aus Pflegefamilien oder Heimen und bringen oft eine belastende Geschichte mit mehreren Pflegestellen mit. „Einige von ihnen sind unbegleitete minderjährige Geflüchtete und haben ebenfalls schwere Traumata erfahren“, erklärt Dr. Krüger.

Das Therapiezentrum verfolgt ein Konzept, das an eine Tagesklinik erinnert und setzt auf kreative sowie körpertherapeutische Ansätze. Kunst-, Musik- und Körpertherapie sind wichtige Bestandteile der Behandlung. „Ein ganzheitlicher Ansatz ist uns wichtig, deshalb beziehen wir auch die Bezugspersonen der Kinder eng in den therapeutischen Prozess mit ein“, so Dr. Krüger weiter. Durch die enge Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Jugendamt, Familiengericht, Schulen und Kindergärten gelingt es, den Kindern eine neue Perspektive aufzuzeigen.

Finanzierung und die Notwendigkeit für Ankerland

Ein zentrales Anliegen von Ankerland ist die finanzielle Absicherung. Die Einrichtung finanziert sich ausschließlich durch Spenden und benötigt jährlich etwa 1,8 Millionen Euro, um alle Angebote aufrechterhalten zu können. Die bisherigen Bemühungen haben bereits Früchte getragen, doch sind geplante Initiativen, wie ein „Freundeskreis“, wichtig für eine stabilere finanzielle Grundlage. Viele Kinder, die Ankerland besuchen, hätten ohne diese Unterstützung keine Aussicht auf eine bessere Zukunft.

Ankerland ist zwar eine Tagesklinik ohne eigene Traumastation, doch ähnliche Einrichtungen, die spezifische Traumatherapie-Angebote zur Behandlung von Traumafolgestörungen bereitstellen, sind in Deutschland rar. Die Behandlungsmöglichkeiten variieren von minimalen Gruppentherapien bis hin zu umfassenden Konzepten. Die Liste der verfügbaren Traumakliniken ist nicht vollständig und wird regelmäßig aktualisiert. Hier finden sich auch Kontaktinformationen zu verschiedenen Anbietern, die traumatherapeutische Angebote präsentieren. Dies ist vor allem für Betroffene, die ein niedrigschwelliges Hilfeangebot suchen, von Bedeutung.

Insgesamt stellt Ankerland nicht nur eine medizinische Anlaufstelle dar, sondern auch einen Ort, an dem Kinderseelen zur Ruhe kommen können. „Ohne Ankerland würden viele dieser Kinder eine große Schwierigkeit im Leben haben, könnten gesundheitliche Probleme entwickeln und hätten keine Perspektive auf ein besseres Leben“, resümiert Dr. Krüger und betont damit die wichtige Rolle, die Ankerland für seine kleinen Patienten spielt.