Inmitten der Herausforderungen, die die Coronakrise mit sich brachte, erblühten in Hamburg solidarische Initiativen, die Bedürftigen zur Seite stehen. Eine der bemerkenswertesten ist die von Andrea de Luna gegründete Essensausgabe im Hamburger Karolinenviertel, bekannt als Deintopf. Seit März 2020 bietet sie täglich warme Mahlzeiten und Hygieneartikel für Menschen in Not an. Im Schnitt warten etwa 100 Menschen vor der Essensausgabe, darunter Obdachlose, ältere Menschen, Alleinerziehende und Studierende. Die Initiative ist privat organisiert und wird von Freiwilligen, Nachbarn und Gastronomen unterstützt, während Andrea de Luna, eine berufstätige Erzieherin, ihre Freizeit nutzt, um das Projekt voranzutreiben.
Das Engagement von Andrea de Luna begann bereits während der Flüchtlingskrise 2015, als sie sich in Hamburg-Dulsberg für Flüchtlinge einsetzte und den Verein Hanseatic Help gründete. Die Coronakrise verschärfte die Situation vieler Menschen in Hamburg, was die Gründung von Deintopf notwendig machte. Um Spenden für die Obdachlosenhilfe zu sammeln, springt sie mit anderen Ehrenamtlichen in die Elbe – unter dem Motto: „Wir springen für Wärme ins kalte Wasser.“ Sie betont, dass sie die Welt nicht alleine retten kann, aber einen Beitrag leisten möchte. Weitere Informationen zu diesem beeindruckenden Projekt können auf der Website von Hörzu nachgelesen werden.
Gemeinsam gegen Hunger im Ruhrgebiet
Ähnliche Initiativen finden sich auch im Ruhrgebiet, wo Ehrenamtliche unter dem Namen „FairSorger“ Menschen in Not unterstützen. Die Essensausgabe findet unter freiem Himmel vor der St. Gertrud Kirche in Essen statt, wo ein familiärer und herzlicher Umgang im Team der Ehrenamtlichen herrscht. Ingrid Steinhauer-Sarr, die erste Vorsitzende des Vereins, leitet die Veranstaltung und sorgt dafür, dass alles reibungslos abläuft. Am Abend der Essensausgabe stehen die Gäste in Warteschlangen bereit, um von den fast 20 Helferinnen und Helfern betreut zu werden.
Die „FairSorger“ führen Buch über ihre Gäste und teilen Nummern zu, um den Überblick zu behalten. Die Gäste, die überwiegend Männer unterschiedlichen Alters und Nationalitäten sind, leben entweder auf der Straße oder haben eine Wohnung, kommen jedoch finanziell nicht zurecht. An manchen Tagen kommen mehr als 100 Bedürftige zur Essensausgabe, und die Atmosphäre ist ruhig und eingespielt. Weitere Informationen zu dieser wichtigen Arbeit sind auf der Website von WDR zu finden.
Die Bedeutung von Freiwilligenarbeit
Das Engagement der Freiwilligen in diesen Projekten ist von zentraler Bedeutung. Es geht nicht nur darum, Mahlzeiten zu verteilen, sondern auch darum, Momente der Wärme und Menschlichkeit zu schaffen. Bei Programmen, die sich der Bereitstellung von warmen Mahlzeiten für Menschen in Not widmen, wird Wert auf nahrhafte und schmackhafte Speisen gelegt. Freiwillige bringen nicht nur ihre Zeit, sondern auch Kochkünste und Empathie ein. Die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt in einer kooperativen Atmosphäre, oft unter Anleitung erfahrener Köchinnen und Köche.
Solche Initiativen ermöglichen es den Freiwilligen, direkten Kontakt zu Bedürftigen zu haben und gemeinsam zu kochen, was nicht nur den Hunger stillt, sondern auch Hoffnung teilt und Menschlichkeit zeigt. Das Ziel ist klar: Niemanden hungrig zurückzulassen. Mehr zu diesem Thema und den Projekten gegen Hunger ist auf der Website von Joinlets zu erfahren.