Die Suche nach einer öffentlichen Toilette kann für viele Hamburgerinnen und Hamburger zur Geduldsprobe werden. In Hamburg gibt es lediglich 141 öffentliche Toiletten, davon nur 25 im Bezirk Hamburg-Nord. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, wurde nun ein spannendes Pilotprojekt gestartet. Unter dem Namen „Nette Toilette“ öffnet Barmbek-Nord seine gastronomischen Betriebe und sorgt dafür, dass alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zu sanitären Anlagen erhalten. Dieses Vorhaben soll nicht nur eine praktische Lösung für ein alltägliches Problem bieten, sondern auch die Aufenthaltsqualität im Bezirk erhöhen. Die Projektinitiatoren sind sich einig: Hier besteht Handlungsbedarf.

Wie t-online.de berichtet, haben bereits zehn Gastronomiebetriebe in Barmbek-Nord ihr Mitwirken zugesagt. Diese stellen ihre Toiletten kostenlos zur Verfügung, ohne dass ein Konsumzwang besteht. Die teilnehmenden Betriebe erhalten eine monatliche Pauschale, um die Kosten zu decken. In der einjährigen Testphase, die mit rund 17.000 Euro budgetiert ist, steht die Erprobung im Vordergrund.

Gute Zusammenarbeit für ein besseres Angebot

Der gesamte Prozess wird großteils ehrenamtlich vom Stadtteilrat Barmbek-Nord koordiniert. Die Unterstützung seitens der Bezirksfraktionen der Grünen, SPD, CDU und FDP spricht für den breiten Rückhalt dieses Vorhabens. Gemeinsam haben diese Parteien auch den Beschluss im Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg gefasst, um die Initiative voranzutreiben. „Wir wollen den Zugang zu sanitären Anlagen auch in stark frequentierten Bereichen verbessern“, so ein Vertreter der Initiatoren.

Die teilnehmenden Betriebe werden über eine App, Aufkleber und Informationsmaterial sichtbar gemacht. So kann jeder schnell und unkompliziert erfahren, wo sich eine „Nette Toilette“ in der Nähe befindet. Ähnliche Konzepte gibt es bereits in über 400 Städten bundesweit und erfreuen sich dort großer Beliebtheit. Ein Erfolg in Barmbek-Nord könnte somit den Grundstein für eine stadtweite Einführung legen.

Ein Blick in die Zukunft

Nach der einjährigen Testphase wird entschieden, ob das Konzept auf andere Stadtteile ausgeweitet werden kann. Gespräche mit der Umweltbehörde und der Stadtreinigung Hamburg haben bereits stattgefunden, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Laut cdu-nord.de soll dieses Projekt die Umsetzbarkeit des Modells prüfen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Denn letztendlich geht es darum, dass sich alle Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Stadtteil wohlfühlen und die nötigen Dienstleistungen auch nutzen können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Das Pilotprojekt „Nette Toilette“ ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Hamburg ein bisschen benutzerfreundlicher zu gestalten. Wer weiß, vielleicht erleben wir bald viel mehr solcher Initiativen in der Hansestadt!