Im kommenden Juni verwandelt sich Hamburg in ein Tanzparadies. Die Hamburger Tanztriennale 2026 verspricht eine Woche voller bewegender Erlebnisse. Sie wird nicht nur an gewohnten Orten stattfinden, sondern auch in weniger konventionellen Rahmen wie Skaterhallen. Hier wird das *Motto* „Brave Moves. Courageous Joy“ präsentiert, das Mut und Lebensfreude durch Tanz feiern soll. Kultursenator Carsten Brosda, der sich selbst als „Tanzmuffel“ bezeichnet, sieht in dieser Veranstaltung eine einmalige Chance, die Hamburger Tanzszene einem breiten Publikum vorzustellen.
Leiterinnen der Triennale sind Monica Gillette und Gwen Hsin-Yi Chang. Gemeinsam haben sie ein Programm zusammengestellt, das nicht nur lokale, sondern auch internationale Tanzkulturen umfasst. Tänzerinnen und Tänzer aus Frankreich, Taiwan und Angola kommen nach Hamburg, um gemeinsam mit Hamburger Choreografen ihre Kunstform zu zelebrieren. Besonders hervorzuheben ist, dass Kampnagel, K3 und das Hamburg Ballett ihre Kräfte bündeln, um diese einzigartige Veranstaltung zu unterstützen.
Tanz und Mitmach-Aktionen für alle
Eine City-Parade in Barmbek-Nord und eine große Tanzparty im Stadtpark bilden den Auftakt zur Triennale. Die Organisatoren hoffen, dass diese Events die Menschen in Hamburg dazu animieren, sich aktiv am Tanzgeschehen zu beteiligen. Der Rathausmarkt wird dabei zur großen Tanzbühne der Demokratie, wo alle willkommen sind, ihre Freude am Tanz zu teilen.
Ein besonderes Highlight wird eine Performance aus Taiwan sein, die sich mit dem normalen Gehen beschäftigt. Aber das ist noch nicht alles: Ein belgischer Choreograf hat eine aufregende Kombination aus Breakdance und Skateboard-Elementen vorbereitet, die sicher für Begeisterung sorgen wird.
Innovative Residenzformate
Die Tanztriennale führt auch das Residenzformat „Counter Balance“ ein, welches Raum für künstlerisches Experimentieren bietet. In den Kategorien „Research“ und „Short Creation“ konnten Künstlerinnen und Künstler Tandems bilden und sich um Residenzen bewerben. Die Jury hat aus über 600 Bewerbungen vier Tandems ausgewählt, die vielversprechende Projekte in den Bereichen Tanz und Performance realisieren wollen. Diese Residenzen finden zwischen Februar und Juni 2026 an verschiedenen Partnerorten in Deutschland statt und werden während der Triennale in Hamburg präsentiert. Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die Triennale mit 950.000 Euro.
Zusätzlich können wir uns auf Ergebnisse der interdisziplinären Projekte freuen: Die Ergebnisse der „Short Creations“ werden in der Opera Stabile als 30-minütige Choreografien vorgestellt.
Tanz als gesellschaftliche Kraft
Tanz spielt eine essentielle Rolle im gesellschaftlichen Leben in Deutschland. Er verbindet Menschen aller Generationen, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und kulturellem Hintergrund. Über 60 Ballett- und Tanztheaterensembles sowie etwa 1.000 freie zeitgenössische Ensembles sind aktiv und bringen Leben in die Kulturlandschaft. Die INITIATIVE TANZ setzt sich dafür ein, diese vielfältigen Strukturen zu stärken und die Tanzszene weiter zu fördern, was durch Projekte für jüngere Zielgruppen und den Aus- und Umbau von Tanzräumen erreicht werden soll, wie die DIS-Tanzen Initiative darstellt.
In Hamburg, dem Schauplatz der Tanztriennale, wird deutlich, wie wichtig es ist, diesen Raum für künstlerisches Schaffen und den Austausch zwischen diversen Tanzstilen zu fördern. Die Unterstützung durch die Kulturbehörde mit 600.000 Euro zeigt, dass die Stadt die Bedeutung des Tanzes für ihre kulturelle Identität erkannt hat. Mit einer so breiten Palette an Veranstaltungen und künstlerischen Residenzen promotiere die Tanztriennale auch eine spannende Zukunft für die tanzbegeisterten Hamburgerinnen und Hamburger.