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Am Mittwochvormittag gab es im Hamburger Osterbekkanal einen ganz besonderen Anblick: Das älteste Dampfschiff Deutschlands, die „St. Georg“, wurde mit einem Kran aus dem Wasser gehoben. Der Grund für diese spektakuläre Aktion ist eine notwendige Reparatur des historischen Schiffs, das immer wieder mit seinen Fahrten auf der Binnenalster auf sich aufmerksam macht. „St. Georg“ ist nicht nur das einzige Dampfschiff des Alsterdampfschifffahrt-Vereins, das eine Fahrgenehmigung für die Alster besitzt, sondern gilt auch als echter Klassiker der Alsterschifffahrt.

Die „St. Georg“, die ursprünglich 1876 unter dem Namen „Falke“ von der Reiherstiegwerft für die Alsterreederei H.E. Justus gebaut wurde, hat eine spannende Geschichte. Nach mehreren Namenswechseln wurde sie 1936 von der Hochbahn AG in „St. Georg“ umbenannt und war seit 1994 regelmäßig auf der Alster unterwegs. Besondere Merkmale sind der dampfbetriebene Motor und die beeindruckenden technischen Daten: Sie misst 20,98 Meter in der Länge, 4,40 Meter in der Breite und hat einen Tiefgang von 1,20 Metern. Angetrieben wird die „St. Georg“ von einer Zweifachexpansions-Maschine aus dem Jahr 1922, die mit einem ölbefeuerten Kessel arbeitet und eine Leistung von 75 PS liefert berichtet NDR.

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Die aktuellen Reparaturen sind notwendig geworden, da zwei Leckagen im Rumpf entdeckt wurden, die in der Nähe des Wassertanks liegen. Da die Alsterwerft an der Jarrestraße nicht zur Verfügung steht, müssen die Arbeiten nun in einer provisorischen „Pop-up-Werft“ am Osterbekkanal in Barmbek-Nord durchgeführt werden. Der Alsterdampfschifffahrt-Verein sieht sich mit einem Dilemma konfrontiert, da die Reparaturkosten auf etwa 300.000 Euro geschätzt werden und es an finanziellen Reserven mangelt, um diese Belastung zu stemmen berichtet die MOPO.

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Geplante Wiederwasserlassung

Die „St. Georg“ wurde mithilfe zweier großer Kräne aus dem Wasser gehoben, damit die beschädigten Platten herausgeschweißt und repariert werden können. Diese Arbeiten sollen etwa zehn Tage in Anspruch nehmen, wobei die planmäßige Wiederwasserlassung für den 23. März vorgesehen ist. Allerdings müssen aufgrund der Reparaturen alle für den März geplanten Fahrten abgesagt werden, was bedeutet, dass die bereits verkauften Tickets nicht eingelöst werden können. Für die Passagiere, die auf eine entspannte Fahrt auf der Alster gehofft haben, bedarf es also etwas Geduld.

Die Geschichte der „St. Georg“ ist nicht nur die eines Dampfschiffes, sondern auch ein Stück Hamburger Geschichte. Seit ihrer Rettung vor dem Abwracken durch den Verein Alsterdampfschiffahrt e.V. im Jahr 1989 hat die „St. Georg“ nicht nur überlebt, sondern ist auch zum Symbol für die Traditionspflege in der Alsterschifffahrt geworden. In den Sommermonaten wird sie täglich auf der Alster fahren und die Herzen der Hamburger und Touristen erobern, sobald die Reparaturen abgeschlossen sind ergänzt die Wikipedia-Seite zur Liste aktiver Dampfschiffe.

Hamburg und seine Wasserwege sind ein Stück weit untrennbar mit der „St. Georg“ verbunden. Man darf gespannt sein, wie das älteste Dampfschiff Deutschlands nach der Wiederaufnahme des Betriebs die Fahrten auf der Alster bereichern wird – als lebendiger Teil der maritimen Geschichte dieser schönen Stadt.