Alkohol-Wahnsinn an der Kasse: Politische Debatte in Hamburg-Nord entbrannt!

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Politische Fraktionen in Hamburg-Nord fordern alkoholfreie Kassen, um suchtkranke Menschen zu unterstützen und Impulskäufe zu reduzieren.

Politische Fraktionen in Hamburg-Nord fordern alkoholfreie Kassen, um suchtkranke Menschen zu unterstützen und Impulskäufe zu reduzieren.
Politische Fraktionen in Hamburg-Nord fordern alkoholfreie Kassen, um suchtkranke Menschen zu unterstützen und Impulskäufe zu reduzieren.

Alkohol-Wahnsinn an der Kasse: Politische Debatte in Hamburg-Nord entbrannt!

Im Hamburger Stadtteil Nord tut sich was: Die politischen Fraktionen Linke und Volt haben einen Antrag gestellt, um alkoholische Getränke aus dem Kassenbereich der Supermärkte zu verbannen. Dies soll vor allem alkoholkranken Menschen und solchen, die nüchtern leben möchten, zugutekommen. Wiebke Fuchs, Bezirksabgeordnete der Linken, hebt hervor, dass Alkohol im Alltag zur Normalität geworden ist. Besonders Produkte wie kleine Schnäpse und Liköre, die häufig neben Süßigkeiten platziert sind, fördern Impulskäufe und machen den Einkauf zum Stressfaktor für Betroffene. taz.de berichtet, dass die Initiative zur Schaffung alkoholfreier Kassen im Rahmen der „Aktion alkoholfreie Kassen“ entstand, die seit 2024 aktiv ist. Leider wurde der Antrag in der Bezirksversammlung mehrheitlich abgelehnt.

Die Rewe-Gruppe hat sich ebenfalls zu dem Thema geäußert und sieht keinen Handlungsbedarf, da Alkohol im Kassenbereich nur eine geringe Rolle spiele. Die Platzierung alkoholischer Getränke sei aus praktischen Gründen erfolgt, um Taschendiebstähle zu vermeiden. Kompromissbereite Initiatoren der Aktion schlagen alternativ vor, Kassen ohne Quengelware oder die Platzierung von Alkohol hinter der Kasse zu erwägen.

Der Blick aus der Forschung

Doch nicht nur die Politik ist in diesem Thema aktiv, auch die Wissenschaft schaut genauer hin. Stefan Gutwinski, ein Experte der Charité, der mit alkoholkranken Menschen arbeitet, spricht von einer Zwickmühle, in der sich Betroffene beim Einkaufen befinden. Sie empfinden beim Anblick von Alkohol ein starkes Lustgefühl, was das Kaufverhalten erheblich beeinflusst. mdr.de erklärt, dass Händler diese Zwickmühle bewusst ausnutzen. Gutwinski macht deutlich, dass die Gesellschaft noch nicht bereit ist, sich gegen öffentliche Angebote von Alkohol zu positionieren.

Die Diskussion um die Platzierung alkoholischer Produkte in Supermärkten zeigt, wie wichtig es ist, über die Herausforderungen von suchtkranken Menschen zu sprechen. Der Druck, der durch die Normalisierung von Alkohol in unserem Alltag entsteht, ist enorm. Es bleibt abzuwarten, ob die Stimmen der Initiatoren hörbar bleiben und ob die Supermärkte künftig ihre Strategien überdenken werden.

Quellen: