Stopp der autofreien Schulstraße: Eltern und Schüler in Aufregung!
Eimsbüttel plant autofreie Schulstraße; Stopp des Projekts sorgt für Enttäuschung, während Verkehrssicherheit an Schulen geprüft wird.

Stopp der autofreien Schulstraße: Eltern und Schüler in Aufregung!
In Hamburg- Eimsbüttel ist ein bedeutendes Verkehrskonzept ins Stocken geraten, das für eine sichere Schulumgebung gedacht war. Geplant war, die Rellinger Straße vor der Grundschule in eine autofreie Zone umzuwandeln. Die 60 Meter lange Schulstraße sollte den Schülern mehr Platz zum Spielen und Lernen bieten. Doch wie die taz berichtet, wurde das Projekt, das seit Jahren in Arbeit ist, nun vom Senat auf unbestimmte Zeit gestoppt.
Der Grund für diese Entscheidung: Der „Masterplan Parken“, ein Element des aktuellen Koalitionsvertrages zwischen SPD und Grünen. Während der Senat die Parkplatzsituation in der Stadt verbessern will, kritisieren Eltern und Kinder diesen Schritt scharf. Von insgesamt 31 Parkplätzen in der Rellinger Straße würden nach dem geplanten Umbau nur drei erhalten bleiben. Dies könnte die ohnehin angespannte Parksituation weiter verschärfen.
Die Bedeutung von Schulstraßen
Eine autofreie Schulstraße wäre nicht nur ein Rückschritt in der Verkehrssicherheit, sondern auch ein Zeichen für die Wertschätzung der Schulwege. Der Elternrat der Grundschule zeigt sich enttäuscht über den Stopp, nachdem sie aktiv in den Planungsprozess eingebunden waren. „Das ist ein fatales Signal für die Schüler und unser Demokratieverständnis“, kritisiert Katharina Lepik von der ADFC. Sie verweist auf die Wichtigkeit eines sicheren Schulweges, gerade im Hinblick auf die steigenden Verkehrsdichten.
Die Initiative von Ole Thorben Buschhüter (SPD) zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit an allen Schulstandorten zu verbessern. Der Vorstoß sieht nicht nur die Prüfung neuer Verkehrskonzepte vor, sondern auch die Einrichtung temporärer Schulstraßen, in denen zu Stoßzeiten keine Autos fahren dürfen. Dies könnte dazu beitragen, gefährliche Situationen durch Elterntaxis zu vermeiden und den Schulweg sicherer zu gestalten.
Aktive Mobilität fördern
Der Bezirk Eimsbüttel hat sich dem Thema aktive Schulwege bereits angenommen. In Kooperation mit Fachbehörden und Schulen werden Maßnahmen zur Reduzierung der Gefahren im Verkehr umgesetzt. Bisher wurden neue Querungen geschaffen, Fußwege verbreitert und gefährliche Situationen entschärft. Doch die Ziele des Bezirks sind ehrgeizig: Nicht nur die sichere Ankunft an der Schule soll gewährleistet werden, sondern auch eine gesunde und aktive Mobilität gefördert werden.
Es bleibt unklar, ob Hamburg die erste autofreie Schulstraße tatsächlich erhält. Während der Elternrat optimistisch bleibt und auf ein baldiges Umdenken hofft, muss die Verkehrsbehörde zunächst die bestehende Planung überprüfen. Ob und wie das Projekt weitergeführt werden kann, steht noch in den Sternen. Eines ist jedoch klar: Die Zukunft der Schulwege hängt von einer aktiven und engagierten Bürgergemeinschaft ab, die nicht nur bei der Planung, sondern auch in der Umsetzung bereit ist, Anstrengungen zu unternehmen.