In Hamburg wird es spannend: Am 31. Mai 2026 dürfen die Hamburgerinnen und Hamburger über die Bewerbung der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abstimmen. Dies gibt der Bevölkerung eine Stimme in einer Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen haben könnte. Der Senat hat das umfassende Bewerbungskonzept bereits entwickelt, basierend auf einem Grobkonzept aus Mai 2025 sowie intensiver Bürgerbeteiligung im vergangenen November. Der erste Schritt in Richtung Olympiamysik ist gemacht, dennoch stehen viele Entscheidungen an, bevor der finale Antrag fristgerecht beim Deutschen Olympischen Sportbund eingereicht werden kann, dies geschieht am 4. Juni 2026.Eimsbütteler Nachrichten berichten darüber.
Für die Wahlberechtigten, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mehr als drei Monaten in Hamburg wohnen, stehen die Wahlbriefe ab dem 24. April 2026 bereit. Damit die Stimmen für die Bewerbung zählen, müssen mindestens 20 Prozent der wahlberechtigten Bürger für die Olympischen Spiele stimmen. Es sind nicht nur die Vorschläge von Hamburg auf dem Tisch – auch München, Berlin und das Rhein-Ruhr-Gebiet sind im Rennen für die Auszeichnung der gültigen Olympiastadt.
Ein umfassendes Konzept für die Spiele
Um die sportlichen Wettbewerbe durchzuführen, plant Hamburg, 85 Prozent der Sportstätten in einem Umkreis von etwa sieben Kilometern zu errichten. Ein zentraler Punkt wird der Olympiapark im Volksparkstadion, wo eine temporäre Schwimmarena auf 22.000 Plätze erweitert wird, sowie eine Mehrzweckarena für die Leichtathletik gebaut wird. Darüber hinaus sind die innovativen Sportstandorte vielfältig verteilt: Am Heiligengeistfeld soll Beachvolleyball ausgetragen werden, während im Millerntorstadion Hockeyspiele stattfinden werden. Für den Wassersport wird die Alster das Zentrum für Basketball, Freiwasserschwimmen und Stand-Up-Paddling darstellen.Hamburg.de erläutert die Pläne im Detail.
Die Bewerbung zielt darauf ab, nicht nur die großen Sportevents während der Spiele zu bewerkstelligen, sondern auch einen langfristigen Nutzen für die Stadt zu schaffen. Rund 100 Trainingsstätten sollen modernisiert werden, was auch den Schulen und Sportvereinen vor Ort zugutekommen könnte. Zudem ist ein „Olympisches Band“ geplant, das die Stadtgrünflächen stärken soll, und ein Mobilitätskonzept, das auf umweltfreundliche Verkehrsmittel setzt.
Finanzielle Aspekte und das Olympische Dorf
Die Gesamtinvestitionen für die Olympischen Spiele belaufen sich auf geschätzte 4,8 Milliarden Euro, und Hamburg rechnet mit Einnahmen von etwa 4,9 Milliarden Euro – dies könnte einen Gewinn von 100 Millionen Euro bedeuten. Diese Einnahmen sollen durch TV-Verträge, Sponsoren und Ticketverkäufe generiert werden. Doch Vorsicht – Sicherheitskosten sind hier noch nicht mit eingerechnet, und die Bundesregierung hat bisher keine festen Zusagen zur Unterstützung gemacht.
Ein weiteres spannendes Element ist das Olympische Dorf, das in der geplanten Science City in Bahrenfeld entstehen soll. Mit Platz für 15.000 Athleten und Betreuer während der Spiele wird das Dorf nach den Wettkämpfen in reguläre Mietwohnungen umgewandelt werden. Von den dort entstehenden 9.000 Wohnungen sollen 56 Prozent geförderte Mietwohnungen sein, was die Stadt vorbildlich in die Zukunft blickt.



