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Heute ist der 13.02.2026 und in Hamburg tut sich einiges im Bereich der Cafékultur. Die chinesische Billig-Café-Kette „Cotti Coffee“ hat kürzlich ihre zweite Filiale in der Hansestadt eröffnet, und zwar an der Langen Reihe in St. Georg. Zuvor war die erste Filiale an der Grindelallee in Rotherbaum gestartet. „Cotti Coffee“ hat sich vorgenommen, Kaffee für alle erschwinglich zu machen, was sich in ihren Preisen niederschlägt: Ein Espresso kostet hier knapp einen Euro, während ein Americano für zwei Euro angeboten wird. Die Einrichtung ist schlicht und erinnert an eine Bahnhofswartehalle.

Im Vergleich zur Konkurrenz „LAP Coffee“, die im September 2022 in Hamburg eröffnet hat, verfolgt „Cotti Coffee“ ein ähnliches Konzept mit einem klaren Fokus auf Coffee to go und der Nutzung von Vollautomaten. Während „LAP“ mit einem Cappuccino zu 3,10 Euro und einem Espresso für 1,50 Euro aufwartet, kann man bei „Cotti“ besonders günstig bestellen. Die Kunden haben zudem die Möglichkeit, über eine App zu bestellen und erhalten dabei Extra-Rabatte. Snacks wie Croissants, Donuts, Zimtschnecken und Brezeln runden das Angebot ab. Allerdings werden die Getränke in Plastikbechern serviert, auch wenn man sie vor Ort konsumiert.

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Wettbewerb und Widerstand

Die aggressive Preispolitik beider Ketten sorgt für Diskussionen. So werfen Kritiker „LAP Coffee“ vor, mit ihren Kampfpreisen ein Preisdumping zu betreiben, was zu Vandalismus, wie das Bekleben von Schaufenstern mit roter Farbe und Boykottaufrufen, geführt hat. Trotz dieser Bedenken hat „LAP Coffee“ bereits über 20 Filialen in Berlin, Hamburg und München eröffnet, unterstützt von finanzkräftigen Investoren. Die Debatte ist angesichts der wachsenden Konkurrenz von „Cotti Coffee“ noch nicht vorbei.

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„Cotti Coffee“ ist seit Januar 2023 in Deutschland aktiv und hat bereits Filialen in Köln, Hamburg, Berlin und Düsseldorf eröffnet. Das Unternehmen wurde 2019 von Qian Zhiya gegründet und hat mittlerweile 18.000 Filialen in 28 Ländern. Damit ist „Cotti Coffee“ die globale Nummer drei hinter Starbucks und Luckin Coffee. Interessanterweise verliert Starbucks zunehmend Marktanteile, insbesondere in China, wo der Marktanteil auf 14 Prozent gesunken ist.

Digitale Trends im Kaffeegeschäft

Beide Anbieter setzen stark auf digitale Bestellungen und Social-Media-Kampagnen, um ihre Kunden zu gewinnen. So bietet „Cotti Coffee“ beispielsweise ein kostenloses Getränk an, wenn man ein Foto auf Instagram postet. Diese modernen Marketingstrategien könnten sich als entscheidend für den Erfolg der Ketten erweisen, während die traditionellen Cafés unter dem Druck der aggressiven Preispolitik leiden.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kaffeekultur in Deutschland im Wandel ist. Die Spannungen zwischen günstigeren Ketten wie „Cotti Coffee“ und „LAP Coffee“ sowie den kleinen, traditionellen Cafés werfen wichtige Fragen über die Zukunft der Branche auf. Die Kunden haben die Wahl – und die wird immer größer. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Dynamik entwickeln wird und welche Auswirkungen sie auf die lokale Cafékultur haben wird.