Rechtswissen für alle: Hamburger Schulen setzen auf Schule mit Recht !

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Eimsbüttel fördert das Projekt "Schule mit Recht", das Schüler:innen juristische Kenntnisse vermittelt und Fachleute einbindet.

Eimsbüttel fördert das Projekt "Schule mit Recht", das Schüler:innen juristische Kenntnisse vermittelt und Fachleute einbindet.
Eimsbüttel fördert das Projekt "Schule mit Recht", das Schüler:innen juristische Kenntnisse vermittelt und Fachleute einbindet.

Rechtswissen für alle: Hamburger Schulen setzen auf Schule mit Recht !

Das Projekt „Schule mit Recht“ hat sich in den letzten sechs Jahren zu einer wertvollen Bildungseinrichtung in Hamburg etabliert. Die Initiative vermittelt allen Schülerinnen und Schülern rechtliche Grundlagen, und das Interesse daran wächst stetig. Im Jahr 2024 besuchten die Rechtsexperten 41 Schulen, während es 2025 bereits 55 Schulen waren. Diese Steigerung unterstreicht das rege Interesse, das auch von Seiten des Senats bestätigt wird. Laut NDR sind auch bereits vier Anfragen von einem Gymnasium aus Schleswig-Holstein eingegangen.

Die Expertinnen und Experten, die an den Schulbesuchen teilnehmen, kommen aus verschiedenen juristischen Bereichen: Anwälte, Richterinnen, Notare und Juristinnen aus der Verwaltung stehen bereit, um ihre praktischen Erfahrungen mit den Preisen zu teilen. Die Schulen entscheiden selbst über die Themen der Besuche, die von Handyverboten über Mobbing hin zu juristischen Grundlagen wie Meinungsfreiheit reichen. Besonders hoch ist die Nachfrage in den Bezirken Mitte, Nord und Eimsbüttel, wo die Zahl der Roadshows in den letzten zwei Jahren fast vervierfacht wurde.

Das Programm und seine Ziele

Das Projekt wurde 2019 ins Leben gerufen und wird von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung durchgeführt. Das Ziel ist klar: Praktiker aus dem Rechtssystem sollen den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung des Rechtsstaats näherbringen. Neben Referaten und Diskussionen haben die Schulen die Möglichkeit, Gerichtsverhandlungen zu besuchen oder an Projektwochen zu teilnehmen, die sich mit verschiedenen Rechtsthemen befassen, wie z. B. Jugendstrafrecht, Online-Käufe oder die Funktionsweise des Rechtsstaats. BV Hamburg ergänzt, dass die Themenauswahl sehr breit gefächert ist und auch Zivilrecht und Öffentliches Recht umfasst.

Ein Aspekt, der in den Schulen besonders hoch im Kurs steht, ist die Information zur Berufsorientierung in juristischen Tätigkeitsfeldern. Rund 200 Juristinnen und Juristen stehen jährlich für Schulbesuche zur Verfügung, was den Schulen eine große Auswahl bietet, um den Unterricht bereichernd zu gestalten. Das Angebot richtet sich an alle staatlichen Schulen ab Sekundarstufe I, Berufsschulen sowie private Schulen in Hamburg.

Die Auswirkung auf die Schulbildung

Die Bezirkversammlung hat außerdem Interesse bekundet, sich über die spezifischen Angebote für Schulen in Eimsbüttel zu informieren und ein besseres Verständnis für die Rückmeldungen von Schüler*innen und Lehrer*innen zu gewinnen. Die Gründe für das hohe Interesse in Bezirken wie Hamburg-Mitte und Wandsbek werden ebenso beleuchtet. Ein zentraler Punkt ist die Verankerung des Rechtsstaats in der Gesellschaft, was auch für das Bildungsumfeld von Bedeutung ist. Laut Hamburg.de spielt Rechtsstaatlichkeit eine entscheidende Rolle als Standortfaktor und ist essenziell für Demokratie und Wirtschaft.

Schulleiterinnen und Schulleiter haben auch die Möglichkeit, sich direkt über die Angebote zu informieren und die Themen abzustimmen, die am besten in ihren Lehrplan passen. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es eine E-Mail-Adresse, über die sie Schulform, Name der Schule, Bezirk, Klassenstufe sowie die Kontaktdaten angeben können, um die Besuche vorzubereiten und spezifische Themenwünsche äußern zu können.

Das Projekt „Schule mit Recht“ ist somit nicht nur ein Gewinn für die Schulen, sondern auch ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Rechtsstaats zu schärfen. Es macht den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass Rechte und Pflichten Hand in Hand gehen – und zwar nicht nur in der Schule, sondern in der gesamten Gesellschaft.