Pfadfinder in Eimsbüttel: Protest für neues Heim im Kutscherhaus!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Pfadfinder in Eimsbüttel protestieren für ein neues Heim im Kutscherhaus. Dringlichkeit und politische Unterstützung gefordert.

Pfadfinder in Eimsbüttel protestieren für ein neues Heim im Kutscherhaus. Dringlichkeit und politische Unterstützung gefordert.
Pfadfinder in Eimsbüttel protestieren für ein neues Heim im Kutscherhaus. Dringlichkeit und politische Unterstützung gefordert.

Pfadfinder in Eimsbüttel: Protest für neues Heim im Kutscherhaus!

Am 17. November 2025 haben sich die Mitglieder des Pfadfinderstamms „Saliskiaron“ vor dem Bezirksamt Eimsbüttel versammelt, um ihrer unhaltbaren Situation eine Stimme zu verleihen. Rund 35 Pfadfinderinnen und Pfadfinder hielten zugleich ihren wöchentlichen Gruppenabend ab und machten deutlich, dass sie seit mehreren Wochen ohne eigenes Heim auskommen müssen. Die bisherigen Räumlichkeiten wurden bis Ende Oktober geräumt, um einem Abriss zu weichen. In der aktuellen Lage treffen sich die Pfadfinder vorübergehend in anderen Räumen, doch das kann keine Dauerlösung sein.

Das Kutscherhaus in Lokstedt, ein Gebäude mit Geschichte und Zukunft, wurde als potenzielles neues Pfadiheim ins Spiel gebracht. Die Mitglieder des Stammes hatten bereits zu Beginn des Jahres beim Bezirksamt um ein Gutachten für das Kutscherhaus gebeten, doch diese Anfrage blieb unbeantwortet. Dies zeigt deutlich, dass die Pfadfinder die fehlende politische Beteiligung im Planungsprozess scharf kritisieren. „Wir suchen seit Anfang des Jahres nach einem neuen Heim, doch bisher waren alle Anfragen und Gespräche mit dem Bezirk erfolglos“, erklärte Iska Treibel „Kirjava“, die Gruppenleitung des Stammes während einer früheren Kundgebung.

Kundgebung für die Jugendarbeit

Bereits am 28. September fand eine beeindruckende Kundgebung am Kutscherhaus statt, bei der etwa 500 Menschen, unter ihnen Mitglieder des Pfadfinder*innenbunds Nord, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Eltern, für die Nutzung des Kutscherhauses als neues Pfadiheim eintraten. Das Motto der Veranstaltung lautete „Jugendarbeit ermöglichen – Geschichte erhalten“. In mehreren Redebeiträgen wurde eindringlich auf die prekäre Lage des Stammes hingewiesen. Kaja Knobbe „Lavajo“ von der Bundesleitung des Pfadfinder*innenbunds Nord betonte die Dringlichkeit, den Pfadfindern eine Perspektive zu bieten.

Die Kernforderung der Kundgebung war klar: Das Kutscherhaus soll als Pfadiheim genutzt werden, der Leerstand beendet und die starre Planung aufgebrochen werden. Kristina Sassenscheidt, Vorsitzende des Denkmalvereins Hamburg, wies in ihrem Statement auf die historische Relevanz des Kutscherhauses hin, das seit Jahren ungenutzt leersteht und eine Lösung für die aktuellen Heimprobleme der Pfadfinder bieten könnte.

Die Wichtigkeit von Pfadfinderarbeit

In Hamburg gibt es rund 10.000 aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder, deren Arbeit wesentlich zur Förderung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen beiträgt. Die gemeinsamen Aktivitäten reichen von Gruppenabenden über Fahrten ins In- und Ausland bis hin zu sozialen Projekten. Ein eigenes Heim wird dringend benötigt, um die Jugendarbeit langfristig aufrechterhalten zu können.

Die Situation bleibt angespannt, aber die Pfadfinder haben Unterstützung. Gespräche mit Vertretern der Bezirksversammlung sind bereits im Gange und sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, um endlich eine Lösung für die Pfadfinder zu finden. „Wir brauchen eine dauerhafte Lösung, um die Zukunft der Jugendarbeit sicherzustellen“, so ein überzeugter Teilnehmer der Proteste. Das Engagement der Gemeinschaft zeigt, dass hier etwas in Bewegung geraten kann.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen im Bezirksamt Bali mehr denn je auf die Bedürfnisse der Pfadfinder hören. Das Kutscherhaus könnte sowohl den Pfadfindern als auch der Geschichte des Stadtteils eine neue Bedeutung verleihen.