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In Hamburg-Altenwerder wird ein zukunftsweisendes Projekt realisiert, das die Wasserstoffversorgung für lokale Industriebetriebe vorantreibt. Eine Tunnelvortriebsmaschine mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern gräbt sich circa 12 Meter tief durch das Erdreich und bringt eine 106 Meter lange Wasserstoffleitung in Position. Diese wird dazu dienen, klimaneutralen Wasserstoff zu den Unternehmen im Hafen zu transportieren. Laut Ingenieur ist das Projekt Teil des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes (HH-WIN), das als eines der ambitioniertesten Wasserstoffinitiativen in Deutschland gilt.

Die Hamburger Energienetze GmbH hat die Verantwortung für das Projekt übernommen, das nicht nur pünktlich im Zeitplan liegt, sondern auch eine umweltfreundliche Lösung bietet. Der Tunnelbau wurde gewählt, um die Gleise der Hafenbahn unterqueren zu können, ohne den Bahnbetrieb zu stören. Eine mehrwöchige Unterbrechung des Güterverkehrs kann somit vermieden werden. Während der Bauarbeiten bleibt auch die nahegelegene Straße Vollhöfner Weiden durchgehend befahrbar.

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Technische Details und Baufortschritt

Besonders beeindruckend ist, dass die Baugruben der Tunnelvortriebsmaschine am tiefsten Punkt fast 13 Meter erreichen. Ingenieure haben bereits einen Start- und Zielschacht aus robusten Betonpfahl-Ringwänden mit über 7 Metern Durchmesser konstruiert. Der Bohrkopf der Maschine arbeitet sich nun durch das Erdreich, während dahinter Stahlbetonrohre mit Hydraulikpressen in den Bohrkanal geschoben werden. Der Fertigstellungstermin für den Tunnel und die Leitung wird bis zum Sommer 2026 angestrebt. Zudem wird der Tunnel auch genutzt, um Strom- und Messkabel für die digitale Steuerung des Wasserstoffnetzes zu verlegen, bestätigt Hamburger Energienetze.

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Das Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN hat große Pläne: Bis 2027 soll es nicht nur Altenwerder, sondern auch den Luftfahrt-Standort Finkenwerder mit Wasserstoff versorgen. Die Umstellung auf Wasserstoff ist essenziell, um die industriellen Prozesse in Deutschland klimaneutral zu gestalten, wie das Bundeswirtschaftsministerium feststellt.

Langfristige Ziele und Ausblick

Das Wasserstoffnetz soll über die Landesgrenzen hinauswachsen und neben den bestehenden Plänen für Hamburg auch in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz integriert werden. Geplant sind Erweiterungscluster für verschiedene Industriegebiete. In der ersten Ausbaustufe wird ein Netz von rund 40 km garantiert, mit der Möglichkeit, langfristig auf bis zu 60 km zu wachsen. Dies könnte der Hafenstadt nicht nur eine grüne Energiebasis geben, sondern auch jährlich 580.000 Tonnen CO₂ einsparen.

Mit einer Gesamtfinanzierung von 126 Millionen Euro aus IPCEI-Mitteln des Bundes wird der Beitrag des Projekts zur Energiewende in Deutschland unterstrichen. Bei einem vollständigen Ausbau könnte das HH-WIN sogar bis zu 1,4 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Der Wasserstoff – produziert durch Elektrolyse aus erneuerbarem Strom – wird erwartet und macht somit einen wesentlichen Schritt zu mehr Klimaneutralität in der Industrie.

Hamburg hat damit nicht nur ein gutes Händchen für innovative Technologien, sondern auch für nachhaltige Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die Chancen stehen gut, dass das Wasserstoffnetz der Stadt bald als Vorzeigemodell für andere Regionen dient.