In Hamburg-Eimsbüttel startet mit dem Projekt „GePEK – Gemeinsam geht’s besser!“ ein neues Angebot, das sich speziell an ältere Menschen richtet. Am Mittwoch, den 1. April 2026, findet das erste Treffen statt, bei dem sich alles um gesunde Ernährung im Alter dreht. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hamburg-Eimsbüttel hat dieses monatliche Angebot ins Leben gerufen, um der Zielgruppe ab 65 Jahren verständliche Informationen zur gesundheitsfördernden Ernährung zu bieten. Die Treffen sind nicht nur informativ, sondern bieten auch die Möglichkeit, Gedanken und Alltagserfahrungen auszutauschen und praktische Einheiten zu erleben – wie das Verkosten von verschiedenen Ölen oder Mineralwasser.
Die Initiative verfolgt dabei einen klaren Zweck: Die Förderung von Ernährungs- und Gesundheitskompetenz sowie die Stärkung der sozialen Gemeinschaft. Anders als viele Kochgruppen zielt GePEK nicht aufs Kochen ab, sondern auf einen bewussten Austausch und Wissenstransfer. Unter der Leitung von zwei geschulten Seniorinnen wird die Gruppe regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr zusammenkommen. Interessierte sollten sich rechtzeitig unter der Nummer 040 411 706-26 oder per E-Mail an anna.dammann@drk-eimsbuettel.de anmelden, um einen Platz in dieser wertvollen Runde zu sichern.
Ernährung im Alter – Ein wichtiges Thema
Wie eine Ernährungsstrategie des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstreicht, haben ältere Menschen in unserer Gesellschaft einen wertvollen Erfahrungshorizont. Dennoch zeigen Daten, dass über 68 % der über 65-jährigen Männer und 56 % der Frauen in dieser Altersgruppe entweder übergewichtig oder gar von Adipositas betroffen sind. Hier besteht Handlungsbedarf, insbesondere was die Verpflegungsqualität in Senioreneinrichtungen und bei Essenslieferdiensten angeht.
Mit einer pflanzenbetonten Ernährung kann nicht nur das Risiko von Erkrankungen wie Demenz verringert werden, sondern auch deren Fortschreiten verlangsamt werden. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Ernährung an die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen. Ergänzende Informationen sind auch in der vom BMLEH herausgegebenen Magazinreihe „GUTES ESSEN“ zu finden, die Senioren praktische Tipps zur gesunden Ernährung bietet.
Gesunde Ernährung – Tipps für den Alltag
Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln hat im Alter eine besonders wichtige Funktion. Frische, nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sollten auf den Teller kommen. Selbstgekochte Gerichte sind häufig nährstoffreicher als Fertiggerichte, die oftmals viel Salz, Zucker und ungesunde Zusatzstoffe enthalten. Kleine, regelmäßige Mahlzeiten helfen, die Verdauung zu optimieren, während die Abnahme des Durstempfindens dazu führt, dass ältere Menschen häufig nicht genug trinken. Es wird daher empfohlen, täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu konsumieren.
Nicht zu vergessen sind auch gesunde Fette, wie sie in Nüssen, Olivenöl und fettreichem Fisch vorkommen, die positive Effekte auf die Gesundheit haben. Im Umkehrschluss gilt es, industriell verarbeitete Fette zu reduzieren und auch die Zufuhren von Kohlenhydraten klug zu wählen: Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten sind hier die bessere Wahl gegenüber einfachen, stark verarbeiteten Varianten.
In der Gruppendynamik von GePEK dürfen auch gemeinsame Erlebnisse nicht fehlen. Zusammen zu essen und sich Zeit fürs Genießen zu nehmen, trägt nicht nur zur Gesundheit, sondern auch zum Wohlbefinden bei und fördert die sozialen Kontakte. Weitere Informationen zu diesem Engagement findet man etwa auf kulturlotse.de oder dem BMLEH sowie dem Seniorenportal.



