Der lange Weg des deutschen Fußballs: Vom Neuanfang zur Weltmeisterschaft!
Entdecken Sie die Entwicklung des Fußballs in Deutschland nach 1945, die Rolle von Helmut Schön und den DFB.

Der lange Weg des deutschen Fußballs: Vom Neuanfang zur Weltmeisterschaft!
In der Nachkriegszeit erlebte der Fußball in Deutschland einen beachtlichen Aufschwung, der tief in die gesellschaftlichen Umbrüche verwurzelt war. Im Jahr 1945, nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden allerorts neue Wege beschritten. In dieser aufgeladenen Atmosphäre organisierte der provisorische Vorsitzende des FC Bayern, Xaver Heilmannseder, trotz der alliierten Auflagen mehrere Freundschaftsspiele in München. Dies führte zu seiner Festnahme durch die amerikanische Militärbehörde, da Organisationen, die der NSDAP nahestanden, aufgelöst worden waren, wie WDR berichtet.
Die Notwendigkeit eines sportlichen Neustarts wurde jedoch offenbar, denn in der amerikanischen Besatzungszone wurde der Fußball schnell zu einer moralischen Stütze für die leidende Bevölkerung. Am 4. November 1945 nahm die neu gegründete Oberliga Süd ihren Spielbetrieb auf, die aus 16 Vereinen aus zehn süddeutschen Städten bestand. Trotz Widrigkeiten wie einem Mangel an Ausrüstung wurde die Liga ein voller Erfolg. Tausende Zuschauer strömten zu den Spielen, das Saisonfinale 1946 zog gar 50.000 Besucher an.
Fussball zwischen Besatzungszonen
Die Situation in den verschiedenen Besatzungszonen war jedoch unterschiedlich. Während in der britischen und französischen Besatzungszone alte Vereinsstrukturen wieder zugelassen wurden, durften Fußballer in der sowjetischen Zone anfangs nur in ihren Wohngegenden Sportgemeinschaften bilden. In dieser schwierigen politischen Lage spielte Helmut Schön, ein ehemaliger Nationalspieler, eine Schlüsselrolle. Schön, der am 15. September 1915 in Dresden geboren wurde, machte nicht nur als Spieler, sondern später auch als Trainer von sich reden. Seine Karriere führte ihn von der SG Dresden-Friedrichstadt zu Hertha BSC, während er bereits 1949 ein Auswahlteam aus der sowjetischen Zone trainierte. Um sich von der politischen Einflussnahme zu befreien, setzte er sich 1950 nach Westberlin ab, wie Wikipedia darlegt.
Im Oktober 1948 fanden internationale Städtespiele zwischen Auswahlteams aus Süddeutschland und der Schweiz statt, die international auf Empörung stießen. Kritiker hielten es für zu früh, dass deutsche Teams wieder gegen andere Nationen spielten. Inmitten dieser Herausforderung forderte Peco Bauwens, ein ehemaliger Schiedsrichter und DFB-Vertreter, eine schnelle Rückkehr des DFB in die FIFA.
Der Wiederaufstieg des DFB
Der DFB wurde schließlich im Januar 1950 neu gegründet und trat im September desselben Jahres wieder der FIFA bei. Zu dieser Zeit saßen auch ehemalige NSDAP-Mitglieder im DFB-Vorstand, darunter Hermann Gösmann, ein Mann, der bereits 1937 in die NSDAP eintrat. Doch die dunkle Vergangenheit wurde bald von sportlichen Erfolgen überstrahlt. Der deutsche WM-Titel 1954 und das sogenannte „Wunder von Bern“ werden oft als Wendepunkt in der Geschichte des deutschen Fußballs gesehen.
Schön, der ab 1964 als Bundestrainer tätig war, führte die Nationalmannschaft zu beachtlichen Erfolgen, darunter die Weltmeisterschaft 1974. Er erwies sich als großer Förderer junger Talente wie Franz Beckenbauer und Gerd Müller und schuf damit die Grundlage für die hervorragende Phase, die die deutsche Fußballnationalmannschaft erlebte. Später wurden auch die Frauen im deutschen Fußball gefeiert. 1970 wurde Frauenfußball offiziell in die Satzung des DFB aufgenommen, und die Mannschaft sicherte sich zahlreiche Titel, was die Vielfalt und den Stellenwert des Fußballs in Deutschland unterstreicht, wie Deutschland.de deutlich macht.