Hamburg ist auf einem guten Weg, die rosa Müllsäcke aus seinem Stadtbild zu verbannen. Die Veränderungen in der Abfallentsorgung sind in vollem Gange, seit die Stadt 2015 mit der Planung der Abschaffung dieser Sacklösung begann. In Eimsbüttel sind dennoch immer noch rosa Müllsäcke anzutreffen, nicht zuletzt weil die neue Müllentsorgung nicht ohne Schwierigkeiten verläuft. Ein Problem, das besonders auffällt, sind überfüllte Container. In diesem Zusammenhang berichtet Eimsbütteler Nachrichten, dass es 2014 noch etwa 5.600 Haushalte gab, die rosa Müllsäcke nutzten, während diese Zahl bis 2024 auf 3.610 Haushalte gesunken ist.
Die Stadtreinigung Hamburg zieht Bilanz und gibt an, dass bis heute in Eimsbüttel 103 neue Müllcontainer installiert wurden, sowohl oberirdisch als auch unterirdisch. Insgesamt sind mittlerweile etwa 3.300 Haushalte mit einem Müllcontainer ausgestattet. Trotz der positiven Entwicklung gibt es immer noch ein paar technische Probleme und Beschwerden, die die Umsetzung ins Stocken bringen.
Platz für Fortschritt
Die Suche nach geeigneten Standorten für weitere Müllcontainer gestaltet sich als herausfordernd. Platzmangel, Genehmigungsprobleme sowie finanzielle Einschränkungen machen es der Stadtreinigung schwer, neue Container aufzustellen. Dennoch plant die Stadt, die rosa Säcke weiterhin durch unterirdische Müllcontainer zu ersetzen, insbesondere in dicht besiedelten Stadtteilen, wo klassische Mülltonnen oft nicht ausreichend Platz finden. NDR berichtet, dass bereits über 1.300 unterirdische Müllcontainer in Hamburg installiert wurden und diese bei Neubauten fast schon zum Standard geworden sind.
Ein großer Vorteil dieser neuen Container ist ihre Kapazität: Sie können bis zu 5.000 Liter Müll aufnehmen, was dem Volumen von über 80 rosa Müllsäcken entspricht. Sie sind platzsparend, hygienisch und auch barrierefrei. Allerdings gibt es Gebiete, wie in Altona, wo die Potenziale der Unterflursysteme bereits ausgeschöpft sind und in Eimsbüttel steht man erst über die Hälfte da.
Ein Blick in die Zukunft
Letztendlich wird wohl nicht jeder rosa Müllsack aus dem Stadtbild verschwinden, auch wenn die Entwicklungen vielversprechend sind. Um die Stadt sauberer zu halten, wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, wie die Erhöhung der Zahl an Mülleimern am Elbstrand. Seit dem letzten Jahr hat eine große Müllsammelaktion stattgefunden, bei der 132 Tonnen Müll gesammelt wurden, und viele Hamburger haben sich auch für die nächste Aktion angemeldet.
Die kontinuierliche Verbesserung der Müllentsorgung zeigt, dass die Stadtverwaltung ein gutes Händchen hat, um das Abfallproblem in den Griff zu bekommen. Während Eimsbüttel noch einige Herausforderungen meistern muss, ist die Richtung klar: Hamburg will heller und sauberer werden – und die rosa Müllsäcke sind dabei auf dem Rückzug. Die Transformation ist im vollen Gange und es bleibt nur zu hoffen, dass die Probleme zügig gelöst werden, damit die Bürger von einer effektiveren Müllentsorgung profitieren können.