Heute, am 28. Februar 2026, versammeln sich Exil-Iraner und -Iranerinnen in Hamburg zu einer weitreichenden Demonstration gegen das islamische Regime im Iran. Die Veranstaltung, die um 13:30 Uhr an der Mönckebergstraße beim Hauptbahnhof beginnt, wird von den Veranstaltern mit einer Teilnehmerzahl von über 20.000 Menschen gerechnet. Die geplante Route führt gegen 15:00 Uhr über den Ballindamm in Richtung Rathausmarkt. Reza Zare, einer der Organisatoren, lässt keinen Zweifel daran, dass die Zeit reif sei, das Regime im Iran zu vernichten. Er betont, dass die iranische Diaspora seit viereinhalb Jahren für diesen Moment auf die Straße geht und beschreibt den Krieg als einen, der nicht gegen, sondern für die Iraner sei. Unterstützt wird diese Bewegung vom deutsch-iranischen Bund in Hamburg, der den Angriff auf den Iran als Moment der Hoffnung sieht.
Die Demonstration wird zudem von der Constitutionalist Party of Iran organisiert, die für eine konstitutionelle Monarchie eintritt. Unter dem Motto „Iran ist alles, was wir haben“ schwenken die Teilnehmer iranische Flaggen und halten Schilder mit der Aufschrift „Offline seit 10 Tagen“. Viele Menschen tragen Flaggen mit dem Löwensymbol, das an die Herrschaftszeit des Schahs erinnert. Auf Plakaten ist der Slogan „Dies ist die letzte Schlacht, Pahlavi, der Schah von Iran, kommt“ zu lesen. Die Stimmung ist geprägt von Hoffnung auf einen friedlichen Machtwechsel, wobei viele Demonstranten Reza Pahlavi als potenziellen neuen Staatsoberhaupt unterstützen.
Proteste im Kontext internationaler Entwicklungen
Diese Demonstration in Hamburg reiht sich in eine Reihe von Protesten gegen das Mullah-Regime ein, die auch in anderen europäischen Städten wie London, Amsterdam und Barcelona stattfanden. In Hamburg lebt die größte iranischstämmige Gemeinschaft in der EU, was dieser Bewegung zusätzliches Gewicht verleiht. Die Proteste im Iran selbst haben in den letzten Monaten neue Ausmaße erreicht. Berichten zufolge rufen die Demonstrierenden in Teheran den Namen des 1979 gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi und setzen Barrikaden in Brand. Der iranische Führer Ali Khamenei wird von vielen als Unterdrücker wahrgenommen, was zu einem Anstieg der Proteste gegen sein Regime führt.
Die Situation im Iran ist angespannt, mit Berichten über Tausende von Toten während der jüngsten Proteste und einem harten Vorgehen des Regimes gegen Demonstranten. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren die Gewalt und die Unterdrückung, während das Internet und die Telefonverbindungen oft abgeschaltet sind, was die Berichterstattung erschwert. In diesem Kontext wird die Demonstration heute in Hamburg nicht nur als lokale Veranstaltung, sondern als Teil eines größeren Widerstands gegen das iranische Regime betrachtet.
Reza Zare bezeichnet die Angriffe Israels und der USA auf den Iran als Befreiungsschlag und ermutigt die Menschen, auf die Straße zu gehen, um ihre Stimme gegen das Regime zu erheben. Die Demonstranten sind voller Hoffnung, dass ihre Aktionen zu einem Wandel führen werden. Die Dynamik dieser Protestbewegung, sowohl in Hamburg als auch im Iran, könnte entscheidend für den Ausgang der aktuellen Geschehnisse sein.
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