Heute ist der 6.03.2026, und die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind auch in Hamburg spürbar. Der Flugverkehr im Nahen Osten ist stark gestört, was sich auf die Rückkehr vieler Reisender auswirkt. Am Freitag, um 13:33 Uhr, landete ein Linienflug von Emirates aus Dubai in Hamburg. Die Ankunft wurde von emotionalen Szenen begleitet, als die Passagiere von ihren Familien mit Blumen, Luftballons und Plakaten empfangen wurden. Unter den Ankommenden befanden sich auch zahlreiche Kreuzfahrtreisende von der „Mein Schiff 4“, die aufgrund der militärischen Eskalation in Abu Dhabi festsaßen.

Die Passagiere berichteten, dass sie gut informiert wurden und die Lage auf dem Schiff nicht als dramatisch empfanden, auch wenn eine Rakete 500 Meter von ihrem Standort einschlug. Leider ist diese Rückkehr nicht für alle Reisenden möglich, da Tausende Urlauber aufgrund des Kriegs in der Golfregion an der Rückkehr gehindert werden. Auch Etihad Airways plant, den Flugbetrieb teilweise wieder aufzunehmen, indem Flüge von Abu Dhabi nach Europa angeboten werden.

Flugverkehr und Reisewarnungen

Die militärische Eskalation im Nahen Osten führt zu einer weitgehenden Lahmlegung des Luftverkehrs. Wichtige Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi und Doha sind geschlossen oder stark eingeschränkt. Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sind von Luftraumsperrungen betroffen, und über 3.400 Flüge an sieben großen Flughäfen der Nahost-Region wurden gestrichen. Flughafen Dubai wurde bei iranischen Vergeltungsschlägen beschädigt, was die Lage zusätzlich kompliziert.

Die Lufthansa hat ihre Flüge in die Region bis zum 8. März ausgesetzt. Das betrifft Ziele wie Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran. Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain und Iran werden bis zum 8. März gemieden. Für Reisende, die sich in den betroffenen Ländern befinden, hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen veröffentlicht. Sie werden aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen und sich über mögliche Ausreisemöglichkeiten zu informieren.

Rückholaktionen und Unterstützung

Die Bundesregierung plant am Sonntagnachmittag, gestrandete Deutsche per Charterflug aus Riad auszufliegen. Darüber hinaus schickt Eurowings ein eigenes Flugzeug ins Krisengebiet, um einen Sonderflug nach Köln zu ermöglichen, der in Riad startet. Reisende in der Region sollten sich darauf einstellen, dass die VAE die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren übernehmen. Es ist wichtig, dass sie Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften aufnehmen und sich über die Ausreisemöglichkeiten informieren.

Die Sicherheitslage im Nahen Osten bleibt angespannt, insbesondere nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Reisewarnungen bestehen seit dem 28. Februar für mehrere Länder in der Region, während die Reisewarnung für den Iran bereits seit 2022 besteht. Auch im Hinblick auf die Kreuzfahrtschiffe, die in der Golfregion festgelegt sind, bleibt die Situation kritisch. TUI Cruises hat sowohl die „Mein Schiff 4“ als auch die „Mein Schiff 5“ in der Region festgelegt, was die Rückkehr der Passagiere weiter erschwert.

Für Reisende ist es entscheidend, die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen und sich über lokale Anweisungen zu informieren. Schutzmaßnahmen bei Raketenbeschuss, wie das Suchen von Schutz in Luftschutzräumen oder stabilen Gebäuden, sind unerlässlich. Rückerstattungen für Pauschalreisen, die aufgrund der Situation nicht stattfinden können, sind gesichert.

Die Situation bleibt dynamisch, und es wird empfohlen, sich regelmäßig über die neuesten Informationen zu informieren, um gut vorbereitet zu sein.