Nach turbulenten Tagen ist die A7-Sperrung bei Hamburg nun aufgehoben. Doch ganz entspannt wird es im Elbtunnel trotzdem nicht. Dort sorgt ein aktuell laufender Warnstreik für lange Staus und Geduld – bis Dienstagmorgen um 6 Uhr wird es nur zwei von drei Fahrspuren pro Richtung geben. Organisiert von der Gewerkschaft ver.di, hat der Streik insbesondere die Tunnel-Leitzentrale betroffen, wie NDR berichtet.

Der Verkehr hatte sich am Morgen auf mehreren Kilometern in beiden Richtungen gestaut, betroffen waren auch die Lärmschutztunnel in Schnelsen und Stellingen. Während des Streiks sind zudem keine Schwerlasttransporte über den Elbtunnel oder die Norderelbbrücke möglich. Pendler sollten außerhalb der Stoßzeiten weitläufigere Routen und alternative Verkehrsmittel in Betracht ziehen. Die Autobahn GmbH bittet um Verständnis, da auch die Angrenzenden Strecken voraussichtlich stark belastet sein werden.

Hintergrund des Streiks

Die Warnstreiks finden im Rahmen des Tarifstreits zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Autobahn GmbH statt. Die Forderungen sind klar: ver.di strebt eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro monatlich an. Dies könnte zu einer weiteren Komplikation bei den laufenden Verhandlungen führen, die am Mittwoch in Berlin fortgesetzt werden sollen. Der Hintergrund ist eine breitere Tarifverhandlung im Öffentlichen Dienst, in der auch Tagesschau berichtet, dass erst kürzlich eine Einigung für 925.000 Tarifbeschäftigte erzielt wurde, die in drei Schritten zu Gehaltserhöhungen von insgesamt 5,8 Prozent führt.

Während der Elbtunnel von Freitagabend bis Montagmorgen wegen Bauarbeiten gesperrt war – darunter die Montage von neuen Verkehrszeichenbrücken – wurde die Situation durch bereits vorhergehende Streiks zusätzlich erschwert. Diese haben dazu geführt, dass im Vorfeld nur zwei Spuren befahrbar waren.

Detaillierte Informationen zu zukünftigen Sperrungen

Die Autobahn GmbH hat darüber hinaus bereits weitere Vollsperrungen für die A7 in den Monaten März bis September 2026 angekündigt. Diese sind nötig, um den Ausbau auf acht Spuren und die Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen voranzutreiben. Die genauen Zeiträume sind:

  • 20. bis 23. März 2026
  • 17. bis 20. April 2026
  • 8. bis 11. Mai 2026
  • 12. bis 15. Juni 2026
  • 26. bis 29. Juni 2026
  • 11. bis 14. September 2026
  • 25. bis 28. September 2026

Pendler sollten sich also keinesfalls auf Entspannung im Verkehrsfluss einstellen, da die Autobahn GmbH und die Gewerkschaft ver.di weiter am Verhandlungstisch sitzen. In diesem Spannungsfeld von Bauarbeiten und Tarifkonflikten scheint Geduld das beste Rezept zu sein, um die Verkehrslage rund um Hamburg weiterhin im Blick zu behalten.