Hamburg-Mitte

Lufthansa feiert Wiederaufstieg: Innerdeutsche Flüge starten durch!

Am 1. April 1955 nahm die Lufthansa den innerdeutschen Linienverkehr wieder auf, ein bedeutender Schritt für die Luftfahrtgeschichte Deutschlands, der im Kontext der Nachkriegszeit und der Lufthoheit der Besatzungsmächte betrachtet werden muss. Der erste Flug wurde mit einer Convair CV 340 durchgeführt, die 44 Passagieren Platz bot und eine maximale Reisegeschwindigkeit von 430 km/h erreichte. Abflugort war Hamburg, die Maschine legte Zwischenstopps in Düsseldorf und Frankfurt ein, bevor sie ihr Ziel in München erreichte. Flugkapitän James Monroe und Co-Pilot Kurt Nonnenberg führten diesen historischen Flug am ersten April durch, der um 7:43 Uhr abhob.

Die Genehmigung für den innerdeutschen Luftverkehr war zu dieser Zeit eine Sondergenehmigung, da die Lufthoheit noch bei den Alliierten lag. Dies stellte einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der deutschen Luftfahrt dar. Der erste Nachkriegsflugplan der Lufthansa bestand aus einem einzigen Blatt, das vier Verbindungen umreißte. Am 1. März 1955 hatte Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm den Aufbau eines Probeverkehrs in Westdeutschland genehmigt, der schließlich an diesem Aprilmorgen Realität wurde.

Wachstum und Entwicklung der Lufthansa

Die Lufthansa entstand ursprünglich aus der Luftag, die am 6. Januar 1953 gegründet wurde, nachdem die Vorgängerin der Airline 1951 von den Alliierten liquidiert worden war. Der Heimathafen der neuen Lufthansa wurde in Hamburg festgelegt, wo am 29. November 1954 eine Doppel-Flugzeughalle eingeweiht wurde. Die Rückkehr zur Luftfahrt brachte auch wirtschaftliche Herausforderungen mit sich: Die Flugpreise für Verbindungen von Hamburg nach München lagen 1955 zwischen 300 und 500 D-Mark, und die Lufthansa war bis 1964 auf staatliche Unterstützung angewiesen, bevor sie schließlich schwarze Zahlen schreiben konnte.

Ein wichtiger Meilenstein folgte am 5. Mai 1955, als die Pariser Verträge in Kraft traten, die das Besatzungsregime beendeten und Deutschland die volle Lufthoheit zurückgaben. Dies erlaubte der Lufthansa, erstmals auch europäische Ziele anzufliegen. Die erste „Super Constellation“ wurde am 19. April 1955 an die Lufthansa übergeben und ermöglichte eine erstmalige Transatlantikroute von Hamburg nach New York, die am 8. Juni 1955 startete. Der Flug dauerte insgesamt 17 Stunden und hatte eine Besatzung von fünf Personen. Die Ticketpreise für diesen Flug lagen je nach Klasse zwischen 2.483 D-Mark in der Touristenklasse und etwa 3.314 D-Mark in der First Class.

Ein Blick auf die Luftfahrtforschung

Die Entwicklung des Luftverkehrs wird auch in der wissenschaftlichen Literatur umfassend behandelt. Im Forschungsbericht „Die Entwicklung des Weltluftverkehrs bis 1957/58“, herausgegeben von Prof. Dr.-Ing. Edgar Rössger von der Technischen Universität Berlin, werden statistische Daten zur Entwicklung des Luftverkehrs vorgestellt. Die Publikation bietet Einblicke in die Luftfahrtpolitik und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeit, einschließlich des Personen-, Güter- und Postverkehrs.[vdoc.pub]

Die Lufthansa hat seit ihrer Gründung viele Veränderungen durchlebt. Unter anderem wurde sie 1997 vollständig privatisiert und hat sich seitdem im internationalen Luftverkehr etabliert. Die Luftfahrt der 1950er Jahre gilt als entscheidend für die Zukunft der deutschen Wirtschaft und Mobilität, insbesondere in einer Zeit nach den verheerenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Die spannende Geschichte, die mit dem ersten Flug am 1. April 1955 begann, zeigt eindrucksvoll, wie unternehmerisches Handeln und politische Rahmenbedingungen Hand in Hand gingen, um die Zivilflugzeugfahrt in Deutschland neu zu beleben.[ndr.de][spiegel.de]

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